Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.

Newsletter der Seniorenvertretung
Tempelhof-Schöneberg 02/2020

Auftakt mit Kunst und Klausur


Auftakt mit Klausur / Angelika Klatt - Weihnachten im Rudolf-Wissell-Haus / Senioren holen auf / Die Geschichte hinter der Postkarte / Seniorenmesse 5. Februar / Sitzungen der Seniorenvertretung / Sprechstunden / Zum Abschluss

Auftakt mit Klausur

Klausurtagung am 16. Januar  © Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg
Teilnehmer von links nach rechts: Wolfgang Pohl, Angelika Klatt, Vera Grandke, Dietmar Milnik, Karin Böttcher, Eleni Werth, Marianne Rosenthal, Peter Witt, Joachim Pohlmann, Karoline Dimroth, Heidi Kloor, Helmut König, Dieter Schmidt (nicht anwesend Anita Kümmel, Regina Müller und Wolfgang Schmidt)

Zum Jahresauftakt hat sich die Seniorenvertretung in den Räumen des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) in einer Klausurtagung auf Ziele für das Jahr 2020 verständigt. Was war gut? Was geht besser? Welche Punkte kommen auf uns zu? Welche Schwerpunkte wollen wir setzen?
Mit Bewegtes Leben im Kiez, Alter und Mobilität sind alte bekannte Themen dabei. Die Kooperation mit dem Beirat und der Beauftragten für Behinderte und der verstärkten Auseinandersetzung mit dem Thema Ältere und Digitalisierung sowie ältere Migranten sind aber auch Themen dabei, die bisher noch im Schatten stehen.
Die Vorsitzende der Seniorenvertretung Heidi Kloor und Ursula Engelen-Kefer  © Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg

Für den SoVD begrüßte Ursula Engelen-Kefer - die frühere stellvertretende Vorsitzende des Deutschten Gewerkschaftsbundes (DGB) - die Teilnehmer und berichtete von den Schwerpunktsetzungen des Landesseniorenbeirats (LSBB) für das neue Jahr. Einer der Schwerpunkte ist dabei Wohnen im Alter, wobei Alter oft auch mit Behinderung gekoppelt ist und dann die Frage von alters- und behindertengerechtem Wohnen verschärft aufwirft. Beim Umbau, der Information über vorhandenen Wohnraum und der Erhaltung der Umbauten bei Auszug gibt es viele Fragen, die im Zusammenhang mit Sozial- und Mieterverbänden sowie Behörden und Architekten im Verbund gelöst werden sollten.
40% aller Mieter über 59 Jahre befürchten, dass sie sich ihre Wohnung auf absehbare Zeit nicht mehr leisten können ('Die Zeit' vom 16. Januar). In Tempelhof zeigen sich schon heute Veränderungen in Sozialstruktur, die sich vermutlich auf die Schere zwischen steigenden Mieten und Einkommensrückgang im Rentenalter zurückführen lassen.


Angelika Klatt - Weihnachten im Rudolf-Wissell-Haus

Angelika Klatt  © Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg

Angelika Klatt engagiert sich seit 2017 aktiv in der Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg. Sie nimmt regelmäßig am Ausschuss Gesundheit der Bezirksverordnetenversammlung teil. Und sie vertritt die Seniorenvertretung in vielen Veranstaltungen und Arbeitsgruppen: z.B. im Gerontopsychiatrischen Verbundes Tempelhof. Der Verbund unterstützt psychisch und körperlich erkrankte alte Menschen im Bezirk. Seit fünf Jahren wohnt Angelika Klatt im Seniorenwohnhaus Rudolf-Wissell-Haus in Alt Mariendorf und ist auch dort ehrenamtlich tätig.

Weihnachten in der Seniorenfreizeitstätte Rudolf-Wissell-Haus. Angelika Klatt liest vor © Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg

Um älteren Menschen, die Weihnachten allein sind, einen besonderen Nachmittag zu ermöglichen, wurde von der Seniorenarbeit Tempelhof-Schöneberg am 24.12.2019 eine Weihnachtsfeier in der Freizeitstätte Rudolf-Wissell-Haus angeboten. Die Seniorenarbeit sorgte für Kaffee und Kuchen und Angelika Klatt half mit großer Freude und viel Tatkraft bei den Vorbereitungen. Sie kümmerte sich darum, dass alle Gäste mit Getränken und Kuchen versorgt und auch der Abwasch im Hintergrund reibungslos erledigt wurde.
Gemeinsam wurden Weihnachtslieder gesungen, Angelika Klatt las kleine lustige Geschichten und einige Gäste sagten spontan Weihnachtsgedichte auf. Als ein Highlight ging eine Seniorin auf die Bühne und sang das Weihnachtslied 'Stille Nacht' auf Finnisch – sie bekam großen Applaus dafür.
Die Freude darüber, an Heiligabend nicht allein zu sein, war allen deutlich anzumerken. Einige wären gern länger geblieben. Jana Weinholtz von der Seniorenarbeit überreichte zum Abschluss für alle Besucher*innen ein kleines Geschenk. Glücklich und zufrieden ging es nach Hause.


Senioren holen auf

Noch hält sich das Vorurteil, dass Ältere und Internet nicht zusammenpassen. Doch: die Älteren haben in den letzten Jahren gewaltig aufgeholt - Grafik: Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg - Quelle: statista

Während gerade der Achte Altenbericht der Bundesregierung mit dem Thema "Ältere Menschen und Digitalisierung" erstellt wird, bleibt der Bezirk Tempelhof-Schöneberg Internet-Ödnis. Selbst bestimmt leben und Teilhabe an der Gesellschaft – ohne Nutzung des Internet ist das auch im Alter kaum noch vorstellbar. Deshalb haben die Senioren in den letzten Jahren bei der Internetnutzung extrem aufgeholt. Nicht nur für die Enkelgeneration, auch für die, die gerade das Seniorenalter erreichen, ist das 'Netz' nicht mehr wegzudenken. Umso unverständlicher, dass die Bezirksverwaltung sich außerordentlich schwertut, dem Wunsch nach freiem WLAN in den Seniorenfreizeitstätten zu entsprechen. Gerade einmal in einer von den 9 Einrichtungen ist freies WLAN zum Austausch von Informationen der Senioren untereinander oder zur Recherche verfügbar (jedenfalls, wenn man berlin.de glaubt). Das muss sich in diesem Jahr ändern!
2014 jedenfalls hatte der Senat im Stadtentwicklungskonzept für 2030 (Berlin Strategie) noch von der Vision "Leitbild der seniorengerechten Stadt" gesprochen. Bisher: Weit gefehlt!



Die Geschichte hinter der Postkarte


Die Schauspielerin Karin Evans mit über 90 beim Kopfstand

Eine der Postkarten der Seniorenvertretung zum Thema Senioren in Bewegung zeigt die Schauspielerin Karin Evans. Der Fotograf Rolf Schulten hat uns dieses Motiv zur Verfügung gestellt. Wir hatten von ihm zunächst eine Schwarz-weiß-Postkarte von Karin Evans im Auge und baten Rolf Schulten um die Freigabe für unsere Postkartenserie. Es fand sich zunächst keine digitale Datei der Aufnahme und deshalb stellte Rolf Schulten uns diese farbige Aufnahme zur Verfügung, wofür wir ihm sehr danken. Karin Evans habe den Kopfstand mit über 90 Jahren noch einmal für ihn gemacht, wie sie es üblicherweise tat, um beweglich zu bleiben. Karin Evans wurde 96 Jahre alt und lebte seit 1946 in der Wilmersdorfer Künstlerkolonie. An der Wand hängen hinter Karin Evans vermutlich Bilder ihres Mannes, des Malers Wolf Hoffmann.
Die Bilder der Postkartenserie 'Senioren in Bewegung' der Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg können → hier aufgerufen werden.

 
Seniorenmesse 5. Februar



Seniorenmesse 2019 - Mitglieder der Seniorenvertretung mit der aktuell scheidenden Bezirksstadträtin Jutta Kaddatz (links, daneben Karoline Dimroth, Marianne Rosenthal, Angelika Klatt und Helmut König)  © Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg

Am Mittwoch, dem 5. Februar 2020 findet in der Zeit von 10:00 bis 16:00 Uhr zum zwölften Mal die Seniorenmesse statt. In diesem Jahr wieder im Eingangs-Foyer sowie dem Foyer in der ersten Etage der Urania
An fast 50 Informationsständen zu den Themen Freizeit, Reisen, Bildung, Gesundheit, Sicherheit und Wohnen werden Ihnen seniorenspezifische Angebote und Informationen präsentiert. Ferner werden Mitarbeiter*innen des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg vor Ort sein, die Ihnen die Gelegenheit bieten, sich über Leistungsansprüche in Bezug auf Grundsicherung, Wohngeld und Hilfe zur Pflege, zu informieren.
Am Stand der Seniorenvertretung Tempelhof-Schönberg freuen wir uns auf Ihre Anregungen und Hinweise und wir stehen zur Beratung bereit.
→ Pressemitteilung der Seniorenarbeit zur Seniorenmesse.


----------------


Die Sitzungen der Seniorenvertretung finden öffentlich statt.
In der Regel treffen wir uns am 4. Donnerstag eines jeden Monats um 10 Uhr in der Seniorenfreizeitstätte Rudolf-Wissell-Haus, Alt-Mariedorf 24-26. Die Tagungsstätte ist über den U-Bahnhof Alt-Mariendorf (U 6) zu erreichen. Die nächste Sitzung findet am 23. Januar um 10 Uhr statt.

Sprechstunden der Seniorenvertretung
Rathaus Tempelhof, Raum 97a (Erdgeschoß)
1. Dienstag im Monat, 14 - 16 Uhr
Rathaus Schöneberg, Raum beim Pförtner erfragen
3. Dienstag im Monat, 10 - 12 Uhr
Gemeinschaftshaus Lichtenrade, Barnetstraße 11
2. Montag im Monat, 13 - 15 Uhr


Newsletter der Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg
Wir freuen uns über eine Bekanntmachung oder Weiterleitung des Newsletters. Wer den Newsletter bestellen will, kann das → hier tun. Es öffnet sich ein Formular, in das man seine eMail-Adresse eintragen kann. Man muss dann noch einen Bestätigungslink aktivieren.
Frühere Newsletter finden sich → hier.


Korrektur: Im letzten Newsletter haben wir den Flashmob kurzer Hand nach Lankwitz verlegt. Er fand allerdings auf der Bahnhofstraße in Lichtenrade statt.

----------------


Zum Abschluss:

Fotografien aus dem Film NoBody's Perfect, gezeigt im SoVD © Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg


Ausstellung "Inklusion im Blick". Noch bis zum 31. März ist in den Räumen des SoVD während der Öffnungszeiten Deutschlands erste inklusive Wanderausstellung zu sehen. Die Fotos oben stammen aus dem Film "NoBody's Perfect" und zeigen Contergangeschädigte in ausdrucksstarken ungewöhnlichen Posen. Zur Ausstellung gehören eine Reihe weiterer Exponate Bildender Kunst, die auch als ertastbare Kunst zur Verfügung stehen. Die Exponate und Öffnungszeiten auf Inklusion im Blick.

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

 

Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg
Tempelhofer Damm 165
12099 Berlin
Deutschland

Anrufbeantworter: 030 90 277 - 68 48
sv-ts@gmx.de
www.seniorenvertretung-tempelhof-schoeneberg.de