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Newsletter der Seniorenvertretung
Tempelhof-Schöneberg 05/2020

Absagen und Corona


Absagen / Nachbarschaftshilfe / Hygiene hilft / Ältere Einwander*innen / Trittbrettfahrer mit Enkeltrick-Masche / keine Sitzungen und Sprechstunden der Seniorenvertretung / Zum Abschluss

Absagen


Berlin im Ausnahmemodus. Alle Veranstaltungen sind abgesagt. Hier das Capitol-Kino in Dahlem © Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg


Seit diesem Wochenende ist Berlin wegen des neuartigen Coronavirus im Ausnahmemodus. Schon am letzten Freitag war klar, dass alle Veranstaltungen für Senior*innen im Bezirk abgesagt werden. Die Seniorenfreizeitstätten sind ab Montag, dem 16. März geschlossen. Am Wochenende hat der Senat festgelegt, dass alle Veranstaltungen mit über 50 Personen verboten sind. Für kleinere Veranstaltungen unter 50 Personen ist eine Anwesenheitsliste Pflicht. In Heimen gelten besondere Besuchsregeln. Wie wir gehört haben, sollen ab Montag auch die Suppenküchen geschlossen sein (das ist noch unbestätigt). -  Mindestens bis zum 18. April findet das Leben in einer Weise statt, die wir bisher nicht gekannt haben.

Die veränderten Regelungen gelten natürlich auch für die Seniorenvertretung. Es finden vorerst keine Sitzungen statt, die Sprechstunden sind ausgesetzt. Bis auf weiteres findet weder eine Bezirksverordnetenversammlung statt, noch werden Sitzungen der Ausschüsse der BVV abgehalten.

Leider auch betroffen, die Veranstaltung 'Irgendwo hinterm Regenbogen' im Planetarium. Nach heutigem Standwird sie auf den Spätsommer bzw. Frühherbst verschoben. Unter Verwendung eines © Fotos der Stiftung Planetarium Berlin

Zu den Absagen im Bezirk zählt z.B. auch die Veranstaltung im Planetarium 'Irgendwo hinterm Regenbogen', auf die sich über 250 Senior*innen gefreut haben. Da es im Moment darum geht, eine schnelle Verbreitung des Virus zu verhindern, sind Ansammlungen größerer Menschenmengen unbedingt zu vermeiden. Zumal die Senior*innen unmittelbar zu der Gruppe mit höherem Risiko gehören. Abgesagte Veranstaltungen können ganz ausfallen oder vielleicht auch nur verschoben werden - genaues lässt sich dazu im Moment nicht sagen.
Wenn sich die Sachlage nach dem 18. April deutlich verändert und verbessert hat, wird die Seniorenarbeit des Bezirksamtes nach und nach näheres bekanntgeben können. - Bis dahin gilt für alle der unbedingte Wunsch: Bleiben Sie gesund!

Nachbarschaftshilfe


Vorbildliches nachbarschaftliches Engagement in unübersichtlichen Zeiten © aus der Facebook-Gruppe Friedenau-Online

Es gibt Zeiten, da ist es sinnvoll, dass die Menschen wieder näher zusammenrücken, was im Moment natürlich eher im übertragenen Sinn gemeint ist. In Friedenau haben, wie in anderen Teilen Berlins und Deutschlands auch, einige Menschen die Initiative übernommen und bieten ihre Hilfe in der Nachbarschaft an, auch wenn man sich sonst nicht immer nahegestanden ist. Für Alleinlebende ohne Familienangehörige kann das eine sehr wertvolle Unterstützung sein.

Hygiene hilft


Auf die Bedeutung des Händewaschens kann nicht genug hingewiesen werden. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung weist darauf auf ihrer Seite infektionsschutz.de hin. Und beim Coronavirus gilt zusätzlich "Finger weg!" vom Gesicht rät die Apothekerin Annette Dunin von Przychowski in ihrem Vortrag 

In Zeiten, in denen wegen des Coronavirus das Thema "Plötzlich krank!" ein besonderes Augenmerk erhalten hat, war ein Informationsnachmittag am 4. März von besonderer Bedeutung. Der GGV (Geriatrisch-Gerontopsychatrischer Verbund, AG Schöneberg) hatte in das Huzur eingeladen. Umfassend sollte aufgeklärt werden, was im Alter alles wichtig ist, wenn es heißt: Plötzlich krank!  Aber auch wie Vorsorge getroffen werden kann. Wir dokumentieren den Vortrag - Vorsorge und Sicherheit vor dem und für den gesundheitlichen Notfall - der Apothekerin Frau Annette Dunin von Przychowski, der weitgehend selbsterklärend ist. Im Zweifel ist der oder die Ärztin bzw. Apothekerin zu konsultieren. Der Coronavirus wurde nur aus aktuellem Anlass aufgegriffen.
Mehr Coronavirus findet sich tagesaktuell auf der Seite des Gesundheitsministeriums.
Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat eine extra Internetseite mit allen wichtigen Informationen zum neuartigen Coronavirus eingerichtet. Dort werden die Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) ständig aktualisiert. Es wird Material für Pflege- und Bildungseinrichtungen zum Download vorgehalten. Einige Informationen - vor allem zur Hygiene - sind auch auf englisch und türkisch verfügbar.
Warnung vor Fake News. Da es auch einige Internetseiten und Whatsapp-Nachrichten gibt, die obskure angebliche Information zum Virus bereithalten, die entweder durch die Entwicklung überholt sind oder schlicht als Fake News bezeichnet werden müssen, empfiehlt die Seniorenvertretung nachdrücklich die genannten vertrauenswürdigen Seiten und z.B. auch das Robert Koch Institut.



Ältere Einwander*innen


Die älteren Migrant*innen haben früher "keine Rolle" gespielt. Das ändert sich gerade rapide © Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg mit Daten des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration

Noch 1995 betrug der Anteil der älteren Migrant*innen nur 3,3 Prozent. 2030 aber wird jede vierte Migrant*in 60 und älter sein. So die Expertise 'Pflege und Pflegeerwartungen in der Einwanderergesellschaft' des Sachverständigenrates für Integration und Migration.
Für die Pflege wird das unter anderem deshalb zu einem Problem, weil "die Pflegebedürftigkeit bei Menschen mit Migrationshindergrund rund zehn Jahre früher (mit 62,1 Jahren) eintritt als in der autochthonen Bevölkerung, bei der die Pflegebedürftigkeit mit durchschnittlich 72,7 Jahren beginnt" (Seite 9 der Expertise; autochthone sind einheimische).
Welch besondere Probleme dabei auftauchen, mag nur am Beispiel der Demenz erläutert werden. Demenzerkrankte, die Deutsch als Fremdsprache erlernt haben, verlieren diese Sprache früher als ihre Muttersprache. Bei der Diagnose von Krankheiten und bei der pflegerischerischen Versorgung bedeutet das eine große Herausforderung.

 
Trittbrettfahrer mit Enkeltrick-Masche


Die Berliner Polizei warnt vor dem Enkeltrick © imago images/imagebroker

Die Polizei hat Berliner Seniorinnen und Senioren vor einer neuen Enkeltrick-Masche gewarnt. Betrüger sollen sich derzeit vermehrt am Telefon als Angehörige ausgegeben haben, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Die Täter fragen die Senior*innen nach Geld für teure Medikamente. Anschließend vereinbaren sie einen Abholtermin an der Wohnanschrift. Die Polizei rief dazu auf, niemals Geld und Wertsachen an Unbekannte zu geben und misstrauisch zu sein, wenn Anrufer und Anruferinnen sich nicht mit Namen melden.



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Die Sitzungen der Seniorenvertretung
In der Regel treffen wir uns am 4. Donnerstag eines jeden Monats. Bis auf weiteres sind die öffentlichen Sitzungen der Seniorenvertretung ausgesetzt.

Sprechstunden der Seniorenvertretung
Die Sprechstunden der Seniorenvertretung sind bis auf weiteres ausgesetzt.
Wer Fragen hat oder Beratung braucht, meldet sich bitte per eMail seniorenvertretung@ba-ts.berlin.de oder meldet sich beim Anrufbeantworter der Seniorenvertretung 030 90 277 - 68 48. Wir versuchen, zeitnah Rücksprache zu nehmen.


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Ausgewählte Veranstaltungshinweise
Die diesjährige Berliner Seniorenwoche wird vom 25. September 2020 bis zum 2. Oktober 2020 unter dem Titel "Digitalisierung im Alter – Chancen und Herausforderungen" stattfinden.

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Zum Abschluss:


Am Teltowkanal beim Benjamin Franklin © Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg


Harte Arbeit. Nicht nur Corona ist in Berlin angekommen, auch die Biber sind wieder sichtbar. Jedenfalls sind sie beim Universitätsklinikum Benjamin Franklin so sehr bei der Arbeit, dass für viele Bäume Schutzummantelungen nötig wurden. Nachdem die Biber im 19. Jahrhundert fast vollständig ausgerottet wurden, hat sich in Berlin, wo sie 1994 erstmals wieder gesichtet wurden, eine Population von annähernd 100 Bibern gebildet. So stellt es der BUND fest.

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