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Newsletter der Seniorenvertretung
Tempelhof-Schöneberg 09/2020

Wir öffnen - behutsam


Neu im Amt - Bezirksstadtrat Steuckardt bei der Seniorenvertretung / Dietmar Milnik / Darf ich verbinden? / Nichts Genaues weiß man nicht / Offene Türen mit freiem Eintritt / Anträge der Seniorenvertretung in der BVV / Sitzung, aber keine Sprechstunden der Seniorenvertretung / Zum Abschluss

Neu im Amt - Bezirksstadtrat Steuckardt bei der Seniorenvertretung

Seniorenfreizeitstätten ab dem 15. Juni bedingt geöffnet


Sozialstadtrat Matthias Steuckardt - keine 100 Tage im Amt - am 99. Tag in der Mai-Sitzung der Seniorenvertretung © Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg


Nach dem altersbedingten Ausscheiden der Stadträtin Jutta Kaddatz ist das Amt durch Matthias Steuckardt besetzt worden. Dem neuen Leiter der Abteilung Bildung, Kultur und Soziales ist im Sozialbereich u.a. die Altenarbeit und die Zusammenarbeit mit der Seniorenvertretung zugeordnet. Ein Antrittsbesuch bei der Seniorenvertretung zum Kennenlernen und ein erster Gedankenaustausch konnte wegen der Corona-Pandemie erst in der Mai-Sitzung stattfinden.
Nachdem der Bereich der Kultur- und Bildungsarbeit fast vollständig heruntergefahren war und im Sozialbereich auch nur ein sehr eingeschränkter Notdienst vor Ort erreichbar war, konnte der Sozialstadtrat immerhin von ersten Lockerungen des Shutdown etwa bei den Museen und den Bibliotheken berichten.
Allerdings gab es zum Zeitpunkt der gemeinsamen Sitzung noch keine konkreten Angaben zu Öffnungen in der Altenarbeit und Seniorenfreizeitstätten. Dennoch wurde im Hintergrund intensiv an Konzepten für eine Öffnung gearbeitet mit dem Ergebnis, dass die Seniorenfreizeitstätten ab dem 15. Juni ihren Betrieb in eingeschränktem Maß wieder aufnehmen (Pressemitteilung vom 8. Juni). Für jede Freizeitstätte gibt es ein eigens angepasstes Hygiene-Konzept.
Zur Teilnahme an den Angeboten sind telefonische Anmeldungen in den jeweiligen Seniorenfreizeitstätten vorerst verpflichtend. Für generelle Auskünfte zu den Seniorenfreizeitstätten steht Frau Weinholtz per Telefon: (030) 90277-6506 zur Verfügung.
Alle Bereiche des Amtes werden sukzessive 'hochgefahren'. Aktuelle Veränderungen im Bereich der Seniorenarbeit sollten telefonisch erfragt werden.
In vielen anderen Bereichen der Verwaltung hat allerdings die Corona-Krise zu erheblichen Problemen mit der Erreichbarkeit geführt, da vom Präsenzbetrieb auf einen Notfallbetrieb umgestellt wurde und die telefonische Erreichbarkeit der Verwaltung in Berlin in der Vergangenheit schon nicht die beste war - wie hätte sich das in der Krise schnell ändern sollen (der Stadtrat gibt → Hinweise zur Erreichbarkeit in sozialen Fragen).

Dietmar Milnik

Einsatz für die Suppenküche in Lichtenrade


Dietmar Milnik im John-F.-Kennedy-Saal im Rathaus Schöneberg © Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg

Dietmar Milnik ist seit 2017 Mitglied der Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg. Er kennt die Arbeit einer Seniorenvertretung schon aus dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Dort war er in der vorherigen Wahlperiode gewählter Vertreter. Ein Umzug hat ihn nach Lichtenrade verschlagen. Neben Veranstaltungen mit der Präventionsarbeit der Polizei liegt ihm die Entwicklung in Lichtenrade am Herzen. Für den Stadtteil ist die Alte Mälzerei als Kulturzentrum dabei, Berlinweit Maßstäbe für die Entwicklung der städtischen Randgebiete zu setzen; gerade wegen der Partnerschaft von privatem Investor und Aktivitäten des Bezirks (mit Bibliothek, VHS, Lehrküche und Musikschule). Daneben wird auch das Nachbarschaftszentrum Suppenküche e.V. in der Alten Mälzerei eine neue Heimat finden. Die Suppenküche war anfangs alleiniges Programm. 2005 hat es mit einer sonntäglichen Essensausgabe angefangen, mittlerweile hat sich die Suppenküche als Nachbarschaftszentrum mit größerem Spektrum im Bildungs- und Jugendbereich im Stadtteil fest etabliert. Als die Existenz der Suppenküche vor einigen Jahren noch auf dem Spiel stand, weil ihr bisheriges Domizil abgerissen werden sollte, hat Dietmar Milnik sich neben anderen durch Ansprechen der bezirklichen Vertreter und der Organisation einer Unterschriftensammlung für den Erhalt der Lichtenrader Institution engagiert. Auch die Seniorenvertretung brachte einen Antrag zum Erhalt in die BVV ein (die Berliner Woche berichtete).
Dietmar Milnik ist der Ansprechpartner der Seniorenvertretung in Lichtenrade für Seniorinnen und Senioren in unseren Sprechstunden im Gemeinschaftshaus Lichtenrade (jeden zweiten Montag im Monat zwischen 13 und 15 Uhr - Corona-bedingt ist die Sprechstunde allerdings zuletzt ausgefallen).


Darf ich verbinden?

Die Sammelnummer für alle Anfragen an die Seniorenarbeit im Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist noch geschaltet: 030 90277-3258
Die Mitarbeiter*innen können aber auch wieder direkt an ihrem Arbeitsplatz angerufen werden.

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Über 60 und niemand da zum Reden?
Silbernetz verbindet. Kostenlos. Anonym.
Täglich von 08:00 - 22:00 Uhr. - 0800 4 70 80 90


Das Motto von Silbernetz ist: Keine Frage ist zu groß. Kein Problem zu klein. Kein Grund, damit allein zu sein. Silbernetz bietet das Soforthilfetelefon, aber auch Silbernetz-Freund*innen, die einmal in der Woche zu festgelegten Zeiten anrufen. Silbernetz hat feste Mitarbeiter*innen, aber auch viele Freiwillige im Freundschaftsdienst. Mehr zum Angebot von Silbernetz → Silbernetz gegen Einsamkeit im Alter.


Nichts Genaues weiß man nicht

Die meisten Verstorbenen waren Pflegebedürftige


Menschen in Pflegeheimen sind durch das Corona-Virus besonders gefährdet und leiden unter restriktiven Kontaktbeschränkungen © Hessenschau.de

Dass Pflegeheime und ihre Bewohner*innen zusammen mit dem Corona-Virus eine sehr brisante Mischung ergeben, war schon sehr früh im Verlauf der Pandemie absehbar. Die Seniorenvertretung hat in ihrer Stellungnahme zur Zwangsisolation von älteren Menschen im März geschrieben:

"Liest man die Wucht der Zahlen anders, so könnte die Kombination hochaltrig und Vorerkrankung auf die Situation in den Seniorenheimen und Pflegeinrichtungen hinweisen. Und dann müsste man die unzureichenden Verhältnisse dort diskutieren, statt sie durch Isolation zu verdrängen." (Stellungnahme vom 27. März)

Nun zeigt eine Studie der Universität Bremen, dass 60% aller Verstorbenen pflegebedürftig waren (NDR, 11.6.). Erstaunlich ist weniger, dass nur ein Prozent der Bevölkerung in den Heimen lebt, dort aber über 50% der Todesfälle auftreten, sondern wie wenig gesichertes Wissen über die Verhältnisse in der Pflege existiert und wie wenig Aufmerksamkeit den Entwicklungen dort trotz anderer Beteuerungen geschenkt wird.
So ist es etwa auch im Fall einer Großen Anfrage der Fraktion der Grünen im Bezirksparlament zu "Schutz und Unterstützung in der Corona-Krise für Beschäftigte und pflegebedürftige Menschen in Alten- und Pflegeheimen" (Große Anfrage 27.5.). Deren Beantwortung besteht entweder im Hinweis auf behördliche Anordnungen und das Robert-Koch-Institut oder in der Aussage, dass zu der entsprechenden Frage keine Aussage getroffen werden könne. Die schmallippige Antwort ist viel weniger ein bezirkliches Problem als eines der gesellschaftlichen Wahrnehmung. Aus dem Auge - aus dem Sinn. Pflege sieht man nicht, wenn man nicht hingeht oder hinkommt.
Das Corona-Virus lässt ein halbes Jahr nach seinem Auftauchen noch viele Fragen offen, darunter medizinische, soziale, psychische und wirtschaftliche aber auch viele Fragen danach, wie wir den Umgang mit dem schutz- und pflegebedürftigen Teil unserer Gesellschaft gestalten.

 
Offene Türen mit freiem Eintritt

Museen wurden als erste kulturelle Einrichtungen wieder eröffnet


"Wild & Ochse – Zoologische Ansichten" heißt die Ausstellung in der Galerie im Tempelhof Museum in Mariendorf mit Fotografien von Sabine Wild & Hildegard Ochse. Sie zeigt Fotos aus Zoologischen Gärten mit dem anderem Blick, in diesem Fall z.B. vor allem unbelebt. Noch bis zum 28. Juni © Sabine Wild, L1007816, 2017

Die kulturellen Einrichtungen von Berlin leiden sehr unter den Einschränkungen, die gegen die Verbreitung des Coronavirus getroffen wurden. Die Berlinbesucher bleiben aus und viele Menschen sind sich nicht sicher, wie sie mit den allmählichen Öffnungen umgehen sollen. Dennoch gehörten die Museen zu den ersten Kultureinrichtungen, die wieder öffnen durften. Allerdings nur unter für jedes Museum genau überlegten Zugangs- und Hygieneregeln. Wir wollen Mut machen und vor allem auf Einrichtungen im Bezirk hinweisen, die unentgeltlich oder für kleines Geld besucht werden können:
Museen Tempelhof-Schöneberg – Jugend Museum (Schöneberg), Tempelhof Museum (Mariendorf), HAUS am KLEISTPARK (Schöneberg), Wir waren Nachbarn (Schöneberg), Deutsches Pressemuseum im Ullsteinhaus (Tempelhof), Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, Hegenbarth Sammlung Berlin (Friedenau), Museum der Unerhörten Dinge (Schöneberg), Urban Nation: Museum for Urban Contemporary Art (Schöneberg), Historisches Leuchtenmuseum (Schöneberg), Polizeihistorische Sammlung (Tempelhof).
Die Museen haben zu unterschiedlichen Zeiten geöffnet; z.T. ist der Zutritt nur nach Voranmeldung möglich. Eine Museums-Liste (pfd) gibt Auskunft über Öffnungszeiten und enthält auch Telefonnummern.
Kultur ist spannend - trau dich!

Anträge der Seniorenvertretung in der BVV

Feinstaubbelastung, freies WLAN und Gehwege


Silvesterfeuerwerk am Tag danach - hier der Stuttgarter Schloßplatz. Foto: The Day After ... (CC by 2.0) Isengardt

Die Seniorenvertretung hat über den Bezirksverordnetenvorsteher Stefan Böltes einige Anträge in die Bezirksverordnetenversammlung eingebracht. Die Seniorenvertreter*innen sind weder in der BVV noch in deren Ausschüssen unmittelbar antragsberechtigt und auch nicht stimmberechtigt. In den Ausschüssen haben sie Rederecht, um den Interessen der älteren Mitbürger besondere Geltung zu verschaffen.
Im Juni haben wir vier Anträge gestellt:
Drucksache - 1672/XX zur Einschränkung von Feuerwerkslärm und Feinstaubbelastung an Silvester
Drucksache - 1673/XX zur Entschärfung eines gefährlichen Gehwegs in der Bundesallee
Drucksache - 1674/XX zur Ausstattung der Seniorenfreizeitstätten mit freiem WLAN
Drucksache - 1675/XX zur Sanierung von Gehwegflächen im Rudolph-Wilde-Park
Die Seniorenvertretung hat das Mittel der Antragstellung bisher selten genutzt. Über unsere Erfahrungen und den weiteren Verlauf werden wir berichten.


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Die Sitzungen der Seniorenvertretung
In der Regel treffen wir uns am 4. Donnerstag eines jeden Monats. Bis auf weiteres finden die Sitzungen der Seniorenvertretung nicht öffentlich statt.

Sprechstunden der Seniorenvertretung
Die Sprechstunden der Seniorenvertretung sind bis auf weiteres ausgesetzt.
Wer Fragen hat oder Beratung braucht, meldet sich bitte per eMail seniorenvertretung@ba-ts.berlin.de oder auf dem Anrufbeantworter der Seniorenvertretung 030 90 277 - 68 48. Wir versuchen, zeitnah Rücksprache zu nehmen.

Newsletter der Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg
Wer den Newsletter bestellen will, kann das → hier tun. Es öffnet sich ein Formular, in das die eMail-Adresse eintragen wird. Danach muss nur noch ein Bestätigungslink aktiviert werden.
Frühere Newsletter finden sich → hier.
Schreiben Sie uns: sv-ts@gmx.de


Ausgewählte Veranstaltungshinweise
Wir hoffen, demnächst wieder mehr Veranstaltungen ankündigen zu können.
In welcher Form die diesjährige Berliner Seniorenwoche vom 25. September 2020 bis zum 2. Oktober 2020 stattfindet, wird sich zeigen. Die Thematik "Digitalisierung im Alter – Chancen und Herausforderungen" ist wichtig genug. Die Veranstaltung wird stattfinden.

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Zum Abschluss:


Versteckt hinter einem Baum auf dem Mittelstreifen der Rheinstraße an der Bezirksgrenze zu Steglitz steht ein Hinweisschild auf die Städtepartnerschaften des alten Bezirks Schöneberg © Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg


Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg hat 14 aktive Städtepartnerschaften: Ahlen, Amstelveen, Bad Kreuznach, London Borough of Barnet, Charenton-le-Pont, Koszalin, Levallois-Perret, Mezitli, Nahariya, Paderborn, Penzberg, Teltow-Fläming, Werra-Meißner-Kreis und Wuppertal.
Im Stadtbild finden sich einige veraltete Hinweisschilder der beiden Alt-Bezirke Tempelhof und Schöneberg. Die sollen nun ersetzt werden. Nur wusste der Bezirk gar nicht so recht, wie viele es von diesen Schildern gibt und wo sie stehen. Ein Aufruf der Bezirksbürgermeisterin unter den Beschäftigten des Bezirks hat nun zumindest zu Tage gefördert, dass die meisten dieser Schilder im ehemaligen Bezirk Tempelhof zu finden sind.
Wir finden die Sache spannend. Wenn Sie ein Schild sehen, melden Sie uns das doch bitte mit Ortsangabe in einer E-Mail an sv-ts@gmx.de. Geschickt wäre ein Foto vom Standort; wir richten eine interaktive Karte von den Standorten und den Fotos ein. Und wir leiten die Angaben an die Beauftrage für Städtepartnerschaften Mirka Schuster weiter; vielleicht gibt es ja Standorte, die dort noch nicht bekannt sind.

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

 

Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg
Tempelhofer Damm 165
12099 Berlin
Deutschland

Anrufbeantworter: 030 90 277 - 68 48
sv-ts@gmx.de
www.seniorenvertretung-tempelhof-schoeneberg.de