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Newsletter der Seniorenvertretung
Tempelhof-Schöneberg 03/2021


David Bowie


Öffentlichen Raum nutzbar machen (halten) / Von Heidi Kloor zu Peter Witt / Sanitärer Ausnahmezustand / Hans-Baluschek-Park erhalten / Ratgeber und Programmheft / Sitzung und Sprechstunde der Seniorenvertretung / Zum Abschluss


26. April 2021
Öffentlichen Raum nutzbar machen (halten)

Ordnungsamt-Online nutzen



Eine beschädigte Bank im Volkspark Wilmersdorf. Das Foto wurde auf Ordnungsamt-Online hochgeladen und schon zwei Tage später war die Bank repariert • Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg, CC BY-SA 4.0

Immer mal wieder erreicht die Seniorenvertretung eine Nachricht, hier sei eine Parkbank kaputt oder dort sei eine Fußgängerampel defekt. Natürlich greift die Seniorenvertretung diese Hinweise auf. Allerdings sind wir da auf die gleichen Wege angewiesen wie die anderen Bürger*innen auch. Deshalb möchten wir hier einmal ausdrücklich für die Internetseite von Ordnungsamt-Online hinweisen. Diese Seite bietet einen Zugang zu einer Meldeseite, auf der unter Angabe des Bezirks und des Ortes ein Vorkommnis gemeldet werdet kann, um Abhilfe zu erreichen. Mit einem hochgeladenen Foto kann die Meldung veranschaulichen. Deshalb gibt es für das Handy auch eine App.
Falls es um eine defekte Ampel geht oder nicht funktionierende Straßenbeleuchtung oder eine Anzeige, kann man gleich die Fa. Alliander für die Ampel, Stromnetz Berlin für die Beleuchtung oder die Internetwache der Polizei erreichen.
In den anderen Fällen wird der Vorgang verlässlich an die richtigen Abteilungen des Bezirks weitergeleitet. Einige Vorgänge können umgehend behoben werden, andere wie z.B. Fahrradskelette brauchen ihre Zeit, weil sie nicht unmittelbar beseitigt werden dürfen.
Die Bezirksämter können - auch wenn sie u.a. ihre Straßenbegeher*innen einsetzen - von sich aus nicht alles erfassen, was defekt ist, deshalb sind sie auf die Mithilfe der Bürger*innen angewiesen.



Ein Fahrradskelett am Fahrradbügel, ein umgefahrener Poller, ein defekter Ampelknopf - hilfreich ist eine Meldung an Ordnungsamt online • Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg, CC BY-SA 4.0

Für die Hinweise sind die Bezirksämter übrigens dankbar und nach unserem Eindruck wird eine Meldung verlässlich umgehend bearbeitet, auch wenn nicht sofort Abhilfe geschaffen werden kann. Der Effekt für uns ist, dass der öffentliche Raum nutzbar bleibt.



Von Heidi Kloor zu Peter Witt

Wechsel in der Spitze der Seniorenvertretung



Die bisherige Vorsitzende Heidi Kloor und der neue Vorsitzende Peter Witt • Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg, CC BY-SA 4.0

Die bisherige Vorsitzende der Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg Heidi Kloor hat ihr Amt aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung gestellt. Die Seniorenvertretung dankt Heidi Kloor für die geleistete Arbeit in unserem Bezirk und auf der Landesebene. Unter ihrer Leitung hat sich ein gedeihliches Miteinander entwickelt, in dem sich die unterschiedlichen Fähigkeiten der Seniorenvertreter*innen gut entfalten konnten. Heidi Kloor bleibt uns als Seniorenvertreterin erhalten.
Die Seniorenvertretung hat in ihrer - durch die Kontaktbeschränkungen bedingt als Videokonferenz durchgeführten - Sitzung am 22. April 2021 Peter Witt einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Peter Witt war bisher bereits stellvertretender Vorsitzender. Schon während der Zeit der Pandemie hat er die anfallenden Arbeiten übernommen und die Geschäfte geführt.
Um die Wahl durchführen zu können, musste die Seniorenvertretung ihre Geschäftsordnung ändern und hat sie gleichzeitig den durch die Corona-Pandemie gegebenen Bedingungen angepasst, um weiterhin flexibel handeln zu können. Interessierte können sich die geänderte Geschäftsordnung als →pdf herunterladen.



Der Gedanke zwischendrin

Mobilität und Bewegung entsteht für ältere Menschen dort, wo es eine Sitzbank und eine Toilette gibt.


Sanitärer Ausnahmezustand

Corona-Krise und öffentliche Toiletten

Öffentlich zugängliche Toiletten sind in der Pandemie schwer zu finden. Rathäuser und Seniorenfreizeitstätten sind verschlossen oder weisen die Menschen ab. Man darf in Cafés und Restaurants einkaufen, aber die Toiletten bleiben Sperrzone. Dieser Pariser Toilette fehlt leider der Anschluss. • Foto: Ariel Schlesinger CC BY-NC-ND 2.0

"Gebt die Toiletten frei!" - unter diesem Hilfeschrei hat der Tagesspiegel-Autor Lars von Törne die Notlage vieler Menschen thematisiert und eine Änderung der Corona-Schutzverordnungen gefordert (→Tagesspiegel-Online). Die Schutzverordnungen sind zwar keineswegs eindeutig, werden aber von Kneipiers wie auch Bezirksverwaltungen dahingehend ausgelegt, dass sie die Toilettentüren für ihre Kund*innen verschließen und Rathausbesucher*innen abweisen, die die dortigen Toiletten nutzen wollen. 'Das macht ihr euch zu einfach', sagt von Törne und schlägt den Gastwirten vor, gegen Trinkgeld die Türen zu öffnen. Als Gegenwert erhalten sie die Treue ihrer Gäste.
In anderen Städten gibt es das unter dem Namen Nette Toilette sogar öffentlich gefördert. Die Kommunen zahlen den Wirten einen festen Betrag und sparen sich hohe Unterhaltskosten für öffentliche Toiletten. Wir haben darüber in unseren letzten Newsletter berichtet (Newsletter 02/2021). Mitglieder der Seniorenvertretung haben sich darüber gefreut, dass der Tagesspiegel sich des Themas am 20. März in der Printausgabe und am 29. März in der Onlineausgabe angenommen hat und in Leserbriefen ihre Zustimmung zum Ausdruck gebracht. Selbst wenn es vielleicht kurzfristig nicht gelingt, hier Abhilfe zu schaffen: Zumindest in der Aufarbeitung der Pandemie wird man auf diese Frage der Öffentlichen Toiletten zurückkommen müssen.


Hans-Baluschek-Park erhalten

Kein Radschnellweg durch den Park

Die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler beim Kiezspaziergang im Hans-Baluschek-Park im Jahr 2013. • Foto: Pressestelle Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg

Der Hans-Baluschek-Park ist ein schmaler Grünstreifen entlang der Bahnlinie vom Südkreuz zum S-Bahnhof Priesterweg, der 2004 als Ausgleichsmaßnahme für den Flächenverbrauch im Zuge des Ausbaus des Berliner Stadtrings eröffnet wurde. Es gibt Wiesenflächen und vier angelegte Plätze (den Platz des Sports, den Platz des Sonnens, den Platz des Picknicks und den Platz des Spiels) sowie einen 1,5 km lang asphaltierten Weg, der neben dem Spaziergang auch zum Skaten und zum Radeln einlädt. Wobei Radfahren in den Parks geduldet wird, solange sich die Radler auf eine Shared-Space-Situation einlassen, was bisher der Fall ist.
Der Bestand des Hans-Baluschek-Parks wird massiv durch die Planungen für die Radschnellwege in Berlin bedroht. War zunächst im Beteiligungsverfahrungen von Alternativen etwa über den Priesterweg die Rede, so hat der Tagesspiegel nun erfahren, dass das beauftragte Planungsbüro den Park mit einem 4 m breiten Radschnellweg durchqueren will, dem nur noch ein lediglich 2 m breiter Gehweg zugeordnet wird. Der Parkcharakter des schmalen Grünzugs würde damit im Kern zerstört. Was heute als Shared Space funktioniert, wird eine gefährliche Mischung, wenn den Radfahrenden mit dem Radschnellweg Vorrechte auf Kosten der Spielenden und Fußgänger*innen eingeräumt wird. Die Beratung in der Seniorenvertretung in dieser Frage hat ergeben: Radverkehrsförderung ja, aber sicher - aber sicher nicht auf Kosten der zu Fuß Gehenden und nicht durch Zerstörung von Grünflächen.


Der Hans-Baluschek-Park ist ein schmaler Grünzugstreifen westlich der Bahnlinie vom Südkreuz zum S-Bahnhof Priesterweg. Der Park wird in den Nachmittagsstunden und am Wochenende intensiv genutzt, u.a. von dem Bewohner*innen um den Grazer Platz, denen sonst keine Grünflächen zur Verfügung stehen • Kartenausschnitt: OpenStreetMap

Der FahrRat des Bezirks Tempelhof-Schöneberg - in dem auch die Seniorenvertretung vertreten ist - soll zu einem sogenannten Mobilitätsrat umgestaltet werden, in dem neben den Interessen der Fahrrad Fahrenden auch die Interessen der ÖPNV-Nutzer*innen und der zur Fuß Gehenden stärker berücksichtigt werden sollen. Offenbar hat der Mobilitätsrat seine erste Bewährungsprobe zu bestehen, bevor er sich wirklich zusammengefunden hat.
Zur Zeit konstituiert sich auch gerade eine Bezirksgruppe des Fuss e.V. als Interessenvertretung der bisher am meisten benachteiligten Verkehrsteilnehmer*innen. Die Seniorenvertretung glaubt, da einen guten Kooperationspartner finden zu können. Erste gemeinsame Aktionen vor allem in Richtung Hans-Baluschek-Park sind in der Planung.


Ratgeber und Programmheft

… auch online verfügbar

Der Ratgeber für Senior_innen Tempelhof-Schöneberg und das Programmheft der Seniorenfreizeitstätten sind wichtige Wegweiser zu bezirklichen Institutionen und Veranstaltungen für ältere Menschen. Leider macht Corona bei vielem einen Strich durch die Rechnung • Seniorenarbeit des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg

Der Ratgeber für Senior_innen und das Programmheft der Seniorenfreizeitstätten werden in der Regel lange erwartet und sind dann heiß begehrt. Nur verändert auch in diesem Fall die Pandemie vieles. Ob und wann Veranstaltungen wieder regulär stattfinden können, lässt sich sehr schwer beurteilen. Ja, wir sind auf einem guten Weg … aber wann es wirklich so weit ist, steht oft in den Sternen … man fragt nach bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Seniorenarbeit.
Die freuen sich auf Nachfragen und sind unter der Telefonnummer 90277-3258 für Sie erreichbar!




Eine aktuelle Adressenliste mit Kontaktmöglichkeiten für Ältere (Bewegung, Sprechstunde, Spaziergang, Technik-Café u.a.m.) unter Corona-Bedingungen für den nördlichen Teil des Bezirks (Schöneberg und Friedenau) kann →hier als pdf aufgerufen werden.

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Sitzungen der Seniorenvertretung
In der Regel treffen wir uns am 4. Donnerstag eines jeden Monats. Bis auf weiteres finden die Sitzungen der Seniorenvertretung nicht öffentlich statt.

Sprechstunden der Seniorenvertretung
Die Sprechstunden der Seniorenvertretung sind bis auf weiteres ausgesetzt.
Ausnahmen
sind der
dritte Dienstag (nächster Termin: 18. Mai) von 11 - 13 Uhr im Nachbarschafts- und Familienzentrum Kurmark
dritte Donnerstag (nächster Termin: 20. Mai) von 11- 12 Uhr online

E-Mail
seniorenvertretung@ba-ts.berlin.de
Anrufbeantworter der Seniorenvertretung 030 90 277 - 68 48.

Newsletter der Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg
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→ Frühere Newsletter

Ausgewählte Veranstaltungshinweise
… bleiben offen


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Zum Abschluss:


Die Held*innen des Corona-Alltags hatte David Bowie nicht im Sinn als er den Song Heros konzipierte. "We can be heroes, just for one day" auf der Gedenktafel für David Bowie in der Schöneberger Hauptstraße 155 • Foto: Felipe Tofani, CC BY-SA 2.0

In Berlin gibt es sehr viele Gedenktafeln. Für den Bezirk Tempelhof-Schöneberg werden auf der Seite von Gedenktafeln in Berlin 291 aufgelistet. In den Stadtteilen des Bezirks gibt es unterschiedlich viele Tafeln: Friedenau [25], Lichtenrade [7], Mariendorf [13], Marienfelde [5], Schöneberg [189], Tempelhof [52].
Auf der Internetseite findet man Angaben zu über 3300 Gedenktafeln in Berlin, kann gezielt nach Personen oder in den Bezirken suchen. Wenn jemand das Fehlen einer Tafel bemerkt oder ihre Beschädigung, kann das auf dieser Seite gemeldet werden. Im Übrigen sind es nicht nur Personen, derer auf den Tafeln gedacht wird, sondern es wird z.B. auch an den Geschwindigkeits-Weltrekord mit einer E-Lokomotive mit 210,2 km/h im Jahr 1903 in Marienfelde erinnert.

Was bedeutet CC BY-SA 4.0? Diese Creative Commons Lizenz besagt, dass das Foto, der Text oder die Grafik zu gleichen Bedingungen bearbeitet, vervielfältigt und weitergegeben werden darf, wenn die Urheberin benannt wird. Genauer CC BY-SA 4.0

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

 

Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg
Tempelhofer Damm 165
12099 Berlin
Deutschland

Anrufbeantworter: 030 90 277 - 68 48
sv-ts@gmx.de
www.seniorenvertretung-tempelhof-schoeneberg.de