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Newsletter der Seniorenvertretung
Tempelhof-Schöneberg 05/2021


Im Zeichen von Wahlen und Wahlvorbereitungen


Lockerungen in den Seniorenfreizeitstätten / Heidi Kloor / Aktion am Tag der Verkehrssicherheit / Weniger Junge - mehr Alte / Wahl der Seniorenvertretung im März 2022 / Parkbündnis in Aktion / Seniorenvertretung in Klausur / Sitzung und Sprechstunde der Seniorenvertretung / Zum Abschluss


28. Juli 2021
Lockerungen in den Seniorenfreizeitstätten

Maske und Ehrenamt



Endlich wieder möglich - Modern Line Dance in den Seniorenfreizeitstätten - wie hier in der Stierstraße • Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg CC BY-SA 4.0

Nach zunächst starkem Absinken der Infektionen und den folgenden Lockerungen können in den Seniorenfreizeitstätten wieder Veranstaltungen stattfinden. Mit den Kursen zieht auch wieder Lebensfreude, Lust an Bewegung und Spaß mit Anderen und an der Begegnung ein.
Jaqueline Gauvrit ist eine der Kursleiterinnen der Friedenauer Stierstraße. Mit ihren Kursteilnehmerinnen haben wir sie beim Modern Line Dance eingefangen. Sie bietet außerdem afrikanischen Tanz und Gleichgewichtstraining an.
Im Rahmen einer Veranstaltung ist nun auch der Verzehr von Kaffee und selbstgebackenem Kuchen wieder möglich, wenn die Hygiene Bestimmungen beachtet werden. FFP2-Masken sind nun nicht mehr notwendig, es reichen medizinische Masken aus, die am Sitzplatz abgesetzt werden dürfen.
Was sich nicht geändert hat: Die Zugangsberechtigung mit den 3 G (geimpft/genesen/negativ getestet) ist die Grundlage für die Lockerungen.

Die FFP2-Maske war bis vor kurzem für alle Besucher*innen, Kursleiter*innen, Ehren- und Hauptamtliche Pflicht • Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg CC BY-SA 4.0

Bis zu den jüngsten Lockerungen war für alle in den Seniorenfreizeiteinrichtungen die FFP2-Maske Pflicht. Das wirft Fragen auf, die für eine vierte Welle und weitere Entwicklungen einer anderen Antwort als bisher bedürfen: Ohne die Ehrenamtlichen Helfer*innen läuft die Arbeit in den Seniorenfreizeitstätten nicht oder nicht rund. Deren Hilfe wird also gern angenommen. Allerdings wurden ihnen die FFP2-Masken nicht gestellt, sondern die ehrenamtlichen Helfer*innen mussten diese selber mitbringen.
Das ist schofelig. Welche haushaltsrechtlichen Beschränkungen oder welche Bürokratie-Unachtsamkeiten auch immer zu dieser Regelung geführt haben - das gehört künftig geändert.
Wir erneuern an dieser Stelle noch einmal unseren Vorschlag, nach der Pandemie über das zu reden, was da passiert ist: Unbedachter Umgang mit Ehrenamtlichen, verschlossene Toiletten im öffentlichen Raum, Ausschluss von Menschen ohne Internetzugang von kulturellen Veranstaltungen und vieles andere mehr. Da gibt es einiges aufzuarbeiten.

Heidi Kloor

Stärkung von Kollegialität und Eigenverantwortlichkeit



Heidi Kloor hier rechts mit der früheren Bezirksstadträtin Jutta Kaddatz in einer Sitzung der Seniorenvertretung im Februar 2020 • Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg, CC BY-SA 4.0

Nach der letzten Wahl 2017 hat Heidi Kloor den Vorsitz der Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg übernommen. Erfolgreich ist es ihr gelungen, den kollegialen Elementen innerhalb der Seniorenvertretung stärkeres Gewicht zu verschaffen. Das eigenverantwortliche Handeln kam vor allem der Verankerung der Seniorenvertretung im Bezirk zu Gute. Leider erzwangen gesundheitliche Einschränkungen sie dazu, ihr Engagement zeitweilig zurückfahren und das Amt an Peter Witt zu übergeben.
Wenn Heidi Kloor gefragt wird, was ihr besondere Freude am Vorsitz gemacht hat, dann ist es das Netzwerken mit anderen Organisationen gewesen, die im Bezirk im Bereich der Seniorenarbeit tätig sind. In der Zeit der Corona-Pandemie haben diese Netzwerke gelitten, aber genau hier sieht Heidi Kloor ein wesentliches Tätigkeitsfeld der Seniorenvertretung, um die Interessen der Senior*innen zur Geltung zu bringen.
Warum die Arbeit der Landesseniorenvertretung und des Landesseniorenbeirats nicht so recht transparent wird, hat nach ihrer Meinung auch mit den Corona-Einschränkungen zu tun. Vielleicht wird da zu sehr nach innen gewirkt und Probleme mit der Finanzierung der Geschäftsstellen haben auch ihren Teil dazu beigetragen. Aber das ist nur ein Teil der Erklärung und da muss umgedacht und nachgearbeitet werden. Womöglich trägt die aktuell durchgeführte Evaluation des Seniorenmitwirkungsgesetzes zur Lösung bei.
Und ja, Heidi Kloor stellt sich bei der nächsten Wahl zur Seniorenvertretung wieder als Kandidatin zur Verfügung.

Wir haben nun alle amtierenden Seniorenvertreter*innen im Newsletter einmal kurz vorgestellt. Alle Kurzporträts können auf der Internetseite der Seniorenvertretung noch einmal aufgerufen werden:



Die Mitgliederübersicht und Kurzporträts finden sich auf der der Internetseite der Seniorenvertretung.

Der Gedanke zwischendrin

Neue 'Plastik-Barrieren' für die Kunden sind der falsche Weg.

(Kommentar zum Abbau der Schutzwände bei den Bussen der BVG und der gleichzeitigen Einführung der kontaktlosen Bezahlung.)


Aktion am Tag der Verkehrssicherheit

Vision Zero - Vor allem Kindern und Senior*innen sicheren Raum geben

Am Tag der Verkehrssicherheit beteiligte sich die Seniorenvertretung an einer Aktion auf dem Friedrich-Wilhelm-Platz in Friedenau. Sichere Mobilität ist eines der zentralen Themen älterer Menschen • Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg, CC BY-SA 4.0

Am 19. Juni fand zum Tag der Verkehrssicherheit auf dem Friedrich-Wilhelm-Platz eine Aktion mit Verkehrsquiz und Fahrradparcours statt. Für die Seniorenvertretung sprach auf der Veranstaltung Karin Böttcher. Sie legte in ihrem Beitrag besonderen Wert auf den Fußverkehr. Für die älteren Menschen sind die Füße das zentrale Verkehrsmittel und bisher ist der Fußverkehr leider das Stiefkind der Planungen und ihm wird viel in den Weg gelegt oder gestellt. Egal ob das E-Roller oder Gehwegpoller oder Ampelschaltungen mit Bettelknöpfen sind, die erst nach "ewigen" Zeiten und dann viel zu kurz auf Grün schalten.
Am Informationsstand der Seniorenvertretung konnten sich Senior*innen über die Arbeit der Seniorenvertretung informieren.


Weniger Junge - mehr Alte

Demografische Entwicklung und Wahlberechtigung

Die wachsende Zahl der älteren Menschen drückt sich auch in der Zahl der Wahlberechtigten aus. Da mit den Babyboomern zur Zeit noch weitere geburtenstarke Jahrgänge dazustoßen, werden die Ü60 in den nächsten Jahren noch mehr werden • Quellenangabe nach SZ vom 15.7. der Bundeswahlleiter

Es lässt sich so oder so sehen: Die Jungen werden immer weniger, aber zum Glück werden sie wie etwa in der Klimabewegung Fridays for Future immer lauter. Die Kehrseite sind mehr Alte. Nimmt man die Menschen mit 60+, so machten sie 1990 einen Anteil von 25,8% der Wahlberechtigten aus. 2021 werden 38,2% aller Wahlberechtigten zu den Ü60 gehören.
Wegen der wachsenden Anzahl schreibt die Süddeutsche Zeitung von der "wachsenden Macht der Alten". Da die älteren Menschen sehr unterschiedlich zusammengesetzt sind und durchaus nicht in allen Fragen einer Meinung sind, ist die wachsende Macht vielleicht etwas hoch gegriffen. Aber womöglich lässt es sich für die Wahlen so beschreiben: Wer ältere Menschen nicht ernst nimmt und ihre Interessen nicht berücksichtigt, der muss in der Tat damit rechnen, dass gegen die Alten im politischen Raum eigentlich nichts mehr läuft.
Und aus der Sicht der älteren Menschen lässt sich sagen: Wir sind doch viel zu viele, als dass wir nicht genügend Mitstreiter*innen finden könnten, um Interessen gezielt durchzusetzen.


Wahl der Seniorenvertretung im März 2022

Kandidat*innensuche - Vorschlag bis zum 12. Oktober

Für die Wahl der Seniorenvertretung im März 2022 werden Kandidat*innen gesucht. Die Seniorenvertretung hat in einem Flyer die wichtigsten Informationen zusammengefasst Flyer als pdf-download

Das Seniorenvertretungsgesetz legt fest, dass im halben Jahr nach der Abgeordnetenhauswahl am 26. September eine neue Seniorenvertretung gebildet wird. Die 17 Seniorenvertreter*innen werden in einer Wahl bestimmt, die im März 2022 stattfindet.
Kandidat*in kann jede werden, die mindestens 60 Jahre alt ist und im Bezirk Tempelhof-Schöneberg wohnt. Man kann sich selbst vorschlagen aber auch vorgeschlagen werden. Sogenannte Berufungsvorschläge können bis zum 12. Oktober eingereicht werden. Sie müssen den Vor- und Nachnamen, das Geburtsdatum sowie die Adresse enthalten.
Alle Bürger*innen über 60 Jahre erhalten im Januar eine Wahlbenachrichtigung für die Wahl zur Seniorenvertretung. Es ist sowohl eine Briefwahl wie auch eine Wahl in einem Wahllokal möglich.
Die neuen Seniorenvertreter*innen nehmen am 1. April ihre Arbeit auf. Im Flyer der Seniorenvertretung sind die wichtigsten Daten zusammengestellt. Dort haben wir in Kürze aufgeführt, womit wir uns befasst haben, welche Fähigkeiten gebraucht werden und wo man was machen kann.
Wer das zu Grunde liegende Gesetz, das Berliner Seniorenmitwirkungsrecht (BerlSenG), heranziehen will, kann die Broschüre Generation 60+ gestaltet Berlin herunterladen. Enthalten sind das Gesetz und die Verwaltungsvorschrift für die Wahl.


Parkbündnis in Aktion

Informationen auf eigener Internetseite

Das Parkbündnis Schöneberg-Steglitz bei einer Aktion im Hans-Baluschek-Park, mit der auf den möglichen Kahlschlag durch die Radschnellverbindung hingewiesen wurde • Fotos: Parkbündnis Schöneberg-Steglitz

Allgemeiner Blinden- und Sehbehindertenverband ABSV, Bündnis Natur statt Asphalt, Verkehrsausschuss der Grundschule am Insulaner, FUSS e.V. , Grüne Radler Berlin, Naturfreunde Berlin, Seniorenvertretung Steglitz-Zehlendorf und Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg haben sich im Parkbündnis Schöneberg-Steglitz zusammengeschlossen, um gemeinsam gegen solche Planungen der Radschnellverbindung Teltowkanal vorzugehen, die den Erholungsraum am Teltowkanal und am Insulaner sowie im Hans-Baluschek-Park zerstören würden.
Gemeinsam wurden schon einige Aktionen vor Ort durchgeführt. Weitere Aufklärungsaktionen sind geplant, etwa beim Nachbarschaftsfest Schöneberg am 7. August vor dem Schönberger Rathaus. Seit kurzem hat das Parkbündnis auch einen Internetauftritt, wo Informationen bereitgestellt werden.
Vorgemerkt sollte auch Samstag, der 21. August, an dem um 14 Uhr am Teltowkanal beim Hubschrauberlandeplatz des Benjamin Franklin Aktionen stattfinden werden.

Das Parkbündnis Schöneberg-Steglitz hat nun auch einen eigenen Internetauftritt. Hier sind wesentliche Informationen erreichbar und man kann Kontakt aufnehmen • parkbündnis.de

Seniorenvertretung in Klausur

Halbjahresplanung und Vorbereitung der Wahlen zur Seniorenvertretung


Die Mitglieder der Seniorenvertretung bei ihrer Klausur in der Seniorenfreizeitstätte Stierstraße in Friedenau • Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg, CC BY-SA 4.0


Die hochschnellenden Infektionen während der Corona-Pandemie hatten der Seniorenvertretung Anfang des Jahres einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die geplante Klausur mit einem kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr und der Planung für das neue Jahr musste ausfallen. Sitzungen im Onlineformat fanden danach zwar regelmäßig statt, sie konnten aber eine Präsenzsitzung nicht wirklich ersetzen. Eine vertiefte Verständigung ist nur mit genügend Zeit, von Angesicht zu Angesicht und mit Pausengesprächen erreichbar.
Deshalb waren die Mitglieder sehr froh, dass sie nach Impfung und gesunkenen Ansteckungsraten am 11. Juli in der Seniorenfreizeitstätte Stierstraße eine Klausur abhalten konnte, in der die Aktivitäten für das zweite Halbjahr geplant wurden. Für das Bezirksamt informierten Jana Weinholtz über den Ablauf der Wahlen zur nächsten Seniorenvertretung und Andreas Kopfnagel über Aktionen der Seniorenarbeit.
Danach beriet die Seniorenvertretung intern über eigene Aktionen zu den Wahlen, um eine hohe Wahlbeteiligung zu erreichen. Der Umfang und die Struktur des nächsten Jahresberichtes standen zur Diskussion. Einzelne Aktionen der Öffentlichkeitsarbeit wurden genauer durchgeplant. Dabei wurde einige Zeit auf die Suche neuen und kreativen ansprechenden Formen der Außendarstellung verwandt. Die erkennbar steigende Armut im Alter war ein weiterer thematischer Schwerpunkt der Klausur.


Sitzungen der Seniorenvertretung
In der Regel treffen wir uns am 4. Donnerstag eines jeden Monats. Bis auf weiteres finden die Sitzungen der Seniorenvertretung nicht öffentlich statt.

Sprechstunden der Seniorenvertretung
Die Sprechstunden der Seniorenvertretung sind bis auf weiteres ausgesetzt.
Ausnahme
ist der
dritte Dienstag (nächster Termin: 17. August) von 11 - 13 Uhr im Nachbarschafts- und Familienzentrum Kurmark

E-Mail
seniorenvertretung@ba-ts.berlin.de
Anrufbeantworter der Seniorenvertretung 030 90 277 - 68 48.

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Ausgewählte Veranstaltungshinweise

Mit der Seniorenvertretung reden? Am Stand der Seniorenvertretung auf dem Nachbarschaftsfest Schöneberg




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Zum Abschluss:


Ein Foto aus dem Flieger am 30. Juli 2008 vom Friedrich-Wilhelm-Platz in Friedenau. 2008 war das Jahr der Schließung von Tempelhof • Foto: Monika Möller


Der Friedrich-Wilhelm-Platz hat einmal in der Stadtentwicklung eine ganz andere Rolle gespielt, das lässt sich auf einem der letzten Fotos aus dem Bullauge eines in Tempelhof gestarteten Fliegers gut erkennen. Die autogerechte Stadt hat hier mit der Untertunnelung des Bundesplatzes - am oberen Bildrand erkennbar - und der weitgehenden Zerstörung der Anlage des Platzes eine tiefe Wunde geschlagen. War der Platz früher ein Bindeglied des Ortes, so trennt der durchgehende Autoverkehr heute das westliche und östliche Friedenau.
Seit einigen Jahren bemüht sich die Initiative Friedrich-Wilhelm-Platz um die Wiederbelebung des Platzes und stößt dabei auf alle möglichen Widerstände nicht nur städtebaulicher und verkehrstechnischer Art. Am 20. August, einem Freitag, findet zum wiederholten Male um 16 Uhr das Kiez-Fest "Lange Tafel" statt, mit Musik, Diskussion, Spielen und kulinarischen Angeboten.

Was bedeutet CC BY-SA 4.0? Diese Creative Commons Lizenz besagt, dass das Foto, der Text oder die Grafik zu gleichen Bedingungen bearbeitet, vervielfältigt und weitergegeben werden darf, wenn die Urheberin benannt wird. Genauer CC BY-SA 4.0

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Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg
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