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Newsletter der Seniorenvertretung
Tempelhof-Schöneberg 02/2022


Baustellen


Sie haben die Wahl! Die Briefwahl! / Tempelhof braucht das Wenckebach-Klinikum / Vorsicht: Baustelle / E-Roller / Evaluationsbericht veröffentlicht / Impfen und Boostern mit 60plus / Sitzung und Sprechstunde der Seniorenvertretung / Zum Abschluss


25. Januar 2022
Sie haben die Wahl! Die Briefwahl!

Für viele ist die Briefwahl das passende Wahlverfahren



Flyer-Verteilung durch die Seniorenvertretung an einem Aktionstag vor der Post am Tempelhofer Damm • Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg, CC BY-SA 4.0

In den ersten Wochen des neuen Jahres haben die etwa 100.000 60plus-Einwohner:innen in Tempelhof-Schönberg eine Wahlbenachrichtigung für die Wahl zur Seniorenvertretung bekommen. In der Benachrichtigung wird auf Vorstellungstermine der Kandidat:innen im Februar und März hingewiesen (siehe unten in diesem Newsletter) sowie auf die Möglichkeit zur Wahl in Wahllokalen in der Wahlwoche vom 14.-18. März. Für die meisten Wähler:innen - das hat sich schon in der letzten Wahl 2017 gezeigt - ist die Briefwahl das passende Wahlverfahren. Die Briefwahl muss mit dem Wahlscheinantrag, der mit der Wahlbenachrichtigung verschickt worden ist, bis zum 28. Februar beantragt werden (per Brief, Fax oder Email). Wer die Briefwahl beantragt, erhält mit den Wahlunterlagen auch die →Kandidat:innenbroschüre, um sich über deren Ziele informieren zu können (→Vorstellung auf der Internetseite des Bezirksamtes).

Zur Wahl stehen 28 Bewerber:innen aus den unterschiedlichsten Teilen des Bezirks, die für die 17 Sitze der Seniorenvertretung kandidieren. Jeweils 14 Frauen und Männer stellen sich zur Wahl. Die Wähler:innen haben in der Wahl die Möglichkeit, 10 Stimmen auf die Bewerber:innen zu verteilen.


Die Kandidat:innen für die Wahl zur Seniorenvertretung 2022. Ihre Ziele beschreiben sie auf der Seite des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg →Kandidat:innen.



Kandidat:innen für die Wahl der Seniorenvertretung
Die Kandidat:innen stellen sich und ihre Ziele in einer Broschüre vor. Die Broschüre wird mit den Unterlagen zur Briefwahl zur Verfügung gestellt. Sie liegt bei den Pförtner:innen im Rathaus Tempelhof aus und sollte in den Seniorenfreizeitstätten ausliegen.
→pdf-Download

Ansprechpartnerin für alle Fragen zur Wahl im Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg
Jana Weinholtz
Amt für Soziales, Seniorenarbeit, Soz SD S2
Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin
Tel.: (030) 90277-6506
E-Mail: Jana.Weinholtz@ba-ts.berlin.de

Tempelhof braucht das Wenckebach-Klinikum

Online-Protest


In der Corona-Pandemie werden neuen Formen des Protestes gesucht. Über 75 Menschen beteiligten sich an einer Video-Bürger:innenversammlung für den Erhalt des Wenckebach-Klinikums • Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg

Die "Initiative Wenckebach-Krankenhaus muss bleiben!" hatte am 21. Januar zu einer Bürger:innenversammlung aufgerufen, um gegen die Schließungspläne des Wenckebach-Klinikums in Tempelhof zu protestieren (→Aufruf zur Versammlung). Die Pandemie hat vieles in Frage gestellt und verändert; das gilt auch für die Protestformen. Über 75 Menschen haben sich im Online-Format zusammengefunden, um ihren Protest auszudrücken, sich zu vernetzen und zu beraten, was die nächsten Schritte sein können. Zum breit aufgestellten Bündnis gehören Bürger:innen, Gewerkschaftsgruppen und Bezirkspolitiker:innen sowie etwa auch die Initiative Gemeingut in BügerInnenhand, die sich bundesweit gegen die Privatisierung von öffentlicher Infrastruktur zur Wehr setzt.
Für die Seniorenvertretung hat Peter Witt auf die Bedeutung wohnortnaher Daseinsvorsorge für ältere Menschen hingewiesen. Vor allem die Verlagerung der Rettungsstelle zum Auguste-Viktoria-Krankenhaus ist für ältere Menschen in Tempelhof und den südlichen Bezirksgebieten mit tiefen Ängsten verbunden. Der Abzug von Rettungsstelle und Betten aus dem Wenckebach-Klinikum ist das Gegenteil der "Sicherstellung eines altengerechten Wohnumfeldes" wie sie vom Senat in den Leitlinien zur Seniorenpolitik vorgesehen sind - da werden alte Menschen auf die Odyssee geschickt.



Vorsicht: Baustelle

Barrierefreiheit im Wegenetz gewährleisten



Für eine Dauerbaustelle in der Hauptstraße wird eine Elektrozuleitung benötigt. Das lässt sich überkopf ohne Behinderung des Fußverkehrs lösen oder mit billigen Kabelbrücken wie hier • Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg, CC BY-SA 4.0

Für eine Großbaustelle an der Hauptstraße in Friedenau wird eine Starkstromelektroleitung benötigt. Der nächste Verteilerkasten liegt in der Sponholzstraße. Statt eine Überkopfleitung einzurichten, wie es etwa auch keine 500m weiter in der gleichen Sponholzstraße gemacht wurde, wird hier eine für den Bauträger billige Lösung zu Lasten der Zufußgehenden gesucht. Die Leitung wird einfach auf dem Boden geführt, notdürftig mit Kabelbrücken kaschiert. Faktisch sind das Stolperfallen, die mit einem Rollstuhl und Rollator schwer überwunden werden können.
Seit einiger Zeit versucht M.H. beim Bezirksamt zu erreichen, dass in der schlecht beleuchteten Nebenstraße mit einer Überkopfleitung des Kabels Abhilfe geschaffen wird. Er hat sich in seiner Not unter anderem an die Seniorenvertretung gewandt, die zu seiner Unterstützung bei der zuständigen Bezirksstadträtin ebenfalls interveniert hat. Eine Antwort ist bisher ausgeblieben.
Gibt es Vorgaben für diese Fälle? Selbstverständlich gibt es Regeln. Und selbstverständlich ist die den Fußverkehr behindernde Lösung, die in der Sponholzstraße gefunden wurde, nicht akzeptabel. Die Verkehrssicherheit und die Barrierefreiheit im Wegenetz ist auch bei Baustellen zu gewährleisten (ausführlich Geh-Recht.de). So darf "die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer im Bereich von Arbeitsstellen nicht beeinträchtigt werden. Auf Sehbehinderte (Blinde), Rollstuhlfahrer und Kinder ist besondere Rücksicht zu nehmen" (Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen). Mit billigen Kabelbrücken wird weder die Verkehrssicherheit noch die Barrierefreiheit des Wegenetzes gesichert. Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass sich das in der Sponholzstraße ändert.


E-Roller

Plakate dokumentieren den Handlungsbedarf

Plakate zur Aktion Gelbe Karten für Falschparker dokumentieren den massenhaften Verstoß gegen die Interessen der Zufußgehenden. Geahndet wird das bisher nicht • Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg, CC BY-SA 4.0

Die E-Roller auf den Bürgersteigen sind ein unrühmliches Erbe des früheren Verkehrsministers Scheuer. Der hielt die E-Roller für ein Mittel, um den Pkw-Verkehr zu reduzieren; deshalb wollte er sogar die Gehwegnutzung für die E-Roller öffnen. Immerhin das wurde nicht erlaubt, aber die Nutzung des Gehwegs für das Abstellen. Unter den Folgen leiden alle Gehwegnutzer:innen. Ganz anders etwa in Paris. Dort müssen die E-Roller vorgeschriebene Abstellplätze nutzen; und kein E-Roller liegt im Weg herum.
Der ABSV, der Blinden- und Sehbehindertenverein, hatte im letzten Jahr die Aktion Gelbe Karte für Falschparker gestartet. Die Seniorenvertretung hat die Aktion gemeinsam mit dem Beirat von und für Menschen mit Behinderung aufgegriffen und eigene Gelbe Karten drucken lassen. Wir haben dazu berichtet: →Dieses Fahrzeug steht uns im Weg!
Die Gelben Karten werden mittlerweile im Bezirk eifrig verteilt und auch Fotos davon gemacht. Die Fotos werden von der Seniorenvertretung zu Plakaten zusammengestellt. In ihrer Masse dokumentieren die Bilder den Handlungsbedarf für die Reglementierung der E-Roller.
Die Absicht ist, mit der Ausstellung der Plakate zu verdeutlichen, dass das Abgeordnetenhaus und der Senat hier Abhilfe schaffen müssen und wir suchen nach Möglichkeiten dazu. Wenn in Ihrer Einrichtung die Möglichkeit besteht, die Plakate temporär auszustellen, melden Sie sich doch bei der Seniorenvertretung: sv-ts@gmx.de oder per Telefon: 030 577 128 78

Evaluationsbericht veröffentlicht

Berliner Seniorenmitwirkungsgesetz

Umfangreiche Befragungen waren die Grundlage für den Evaluationsbericht • Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales

Das Seniorenmitwirkungsgesetz, das auch die Grundlage für die jetzigen Wahlen zur Seniorenvertretung ist, ist 2006 in Kraft getreten. Es war damals bundesweit das erste Mitwirkungsgesetz für Senior:innen. Bei einer späteren Überarbeitung ist als wichtige Veränderung die Einführung der Briefwahl (erstmals 2017) beschlossen worden. Ob und wie die Teilhabemöglichkeiten der Seniorenvertretungen erweitert werden sollten, stand danach mehrfach zur Diskussion. Im Jahr 2021 wurde eine vom Senat beauftragte externe Evaluation des Gesetzes durchgeführt. Der Abschlussbericht der Evaluation mit einer Bestanderhebung und Handlungsempfehlungen wurde nun veröffentlicht (→Abschlussbericht und Präsentation).
Im Fokus der Handlungsempfehlungen stehen zum einen bezirkseinheitliche Lösungen der Beteiligung, Ausstattung und Finanzierung der bezirklichen Seniorenvertretungen, deren Ausgestaltung zur Zeit zwischen den Bezirken erheblich voneinander abweicht. Zum anderen werden verbindliche Beteiligungsmöglichkeiten angemahnt, die bisher oft auf Kann-Regelungen beruhen. Daneben werden neue Regelungen auf der Landesebene im Zusammenspiel von Landesseniorenvertretung und Landesseniorenbeirat diskutiert. Ein Extra-Kapitel ist der Teilhabe von gesellschaftlich unterrepräsentierten Gruppen (etwa Menschen mit Migrationsgeschichte, LSBTI-Personen und Menschen mit Behinderung) gewidmet.
Die Veröffentlichung des Evaluationsberichtes ist nun nicht der Abschluss, sondern der Beginn der Diskussion der Ergebnisse und der Konzipierung von Veränderungen.


Impfen und Boostern mit 60plus

Impfquote im Alter mit viel Luft nach oben

Besonders die älteren Menschen sind durch Corona gefährdet. Deshalb sind knapp 30% nicht geboosterte Menschen mit über 60 Jahren keine beruhigende Zahl Daten statista und RKI

Auch wenn sich ganz viel in den zwei Jahren der Corona-Pandemie etwa durch die Varianten des Virus und die Möglichkeit des Impfens geändert hat - eines ist während der Pandemie immer gleich geblieben: Die hochgefährdeten Menschen sind die älteren Menschen ab etwa 60 Jahren. Und mit zunehmenden Alter und relevanten Vorerkrankungen steigt die Gefährdung noch einmal an.
Sogenannte 'minder schwere Fälle' bei der Omikron-Variante des Virus sind immer noch schwere Fälle. Deshalb macht es außerordentlich viel Sinn, sich um einen Auffrischungsimpfung zu bemühen.


Sitzungen der Seniorenvertretung
In der Regel treffen wir uns am 4. Donnerstag eines jeden Monats. Ob die Sitzungen der Seniorenvertretung öffentlich stattfinden und unter welchen Bedingungen, entscheidet sich kurzfristig. Näheres kann telefonisch erfragt werden: 030 577 128 78.

E-Mail
seniorenvertretung@ba-ts.berlin.de
Anrufbeantworter der Seniorenvertretung 030 577 128 78 (neue Telefonnummer).

Newsletter der Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg
→ Newsletter bestellen
→ Frühere Newsletter

Vorstellungsrunden der Kandidat:innen zur Seniorenvertretung
Nach den bisherigen Planungen finden im Februar und März eine Reihe von Vorstellungsrunden in verschiedenen Teilen des Bezirks statt. An den Terminen stellen sich die Bewerber*innen persönlich vor und stehen für Fragen zur Verfügung. Einige Termine finden in den frühen Abendstunden statt:

Schöneberg-Nord im HUZUR, Bülowstr. 94
Do 03.02. - 10-12 Uhr

Friedenau Seniorenfreizeitstätte Stierstraße 20a
Do 10.02. - 17-19 Uhr

Lichtenrade Gemeinschaftshaus, Barnetstr. 11
Mi 16.02. - 11-13 Uhr

Mariendorf Rudolf-Wissell-Haus, Alt-Mariendorf 24-26
Fr 18.02. - 10-12 Uhr (für Gehörlose mit Gebärdensprachendolmetscher)

Marienfelde Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum, Waldsassener Str. 40a
Di 22.02. - 11-13 Uhr

Tempelhof Nachbarschaftstreffpunkt Berliner Bär, Holzmannstr. 18
Mi 09.03. - 17-19 Uhr

Die Termine und die Art der Durchführung dürften wegen des weiteren Verlaufs der Corona-Pandemie unter Vorbehalt stehen. Wir empfehlen, sich aktuell zu informieren und werden über eventuelle Änderungen auf der Internetseite der Seniorenvertretung informieren.



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Zum Abschluss:



Hinweis für Rollis am Rathaus Tempelhof • Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg, CC BY-SA 4.0


Es gibt die Streetart, die auffällig ist und ins Auge fällt, wie etwa die sogenannten Murals in der Bülowstraße. Die großen Wandgemälde lassen sich so gut während der Vorbeifahrt mit der U2 betrachten. Daneben gibt es aber auch die unauffällige, leicht zu übersehende Streetart, die uns, wenn wir sie entdecken, schmunzeln lässt.
Auf ein solches Kleinod hat die Mitarbeiterin der Seniorenarbeit, Jana Weinholtz, hingewiesen. Das korkige Smiley befindet sich am Treppenaufgang zum Rathaus Tempelhof und lächelt als Wegweiser nicht nur Rollifahrer:innen an.


Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

 

Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg
Tempelhofer Damm 165
12099 Berlin
Deutschland

Telefon: 030 577 128 78
sv-ts@gmx.de
www.seniorenvertretung-tempelhof-schoeneberg.de