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Newsletter der Seniorenvertretung
Tempelhof-Schöneberg 03/2022


Tätigkeitsbericht 2021


Tätigkeitsbericht 2021 / Vorstellung der Kandidat:innen eröffnet  / Aus Sport wird Bewegung / Radnetz statt Schnellweg / Klausur / Die Alten - immer ein bisschen mehr / Sitzung und Sprechstunde der Seniorenvertretung / Zum Abschluss


07. Februar 2022
Tätigkeitsbericht 2021

Die Seniorenvertretung berichtet



Jährlich berichtet die Seniorenvertretung über ihre Arbeit. Titelseite und die Seite 7 aus dem neuen Bericht • Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg, CC BY-SA 4.0

Streng formal sind die Seniorenvertretungen nach § 3a des Berliner Seniorenmitwirkungsgesetzes gehalten, "der zuständigen Verwaltung über ihre Tätigkeit jährlich in geeigneter Form" zu berichten. Schon vor einigen Jahren hat die Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg beschlossen, nicht nur der Verwaltung zu berichten, sondern den Bericht so zu schreiben, dass diejenigen, die die Seniorenvertretung gewählt haben, auch wissen, was die Seniorenvertretung so macht.
Der öffentliche Tätigkeitsbericht führt auf, welche Aktionen die Seniorenvertretung durchgeführt hat, wo sie berät, in welchen Ausschüssen der Bezirksverordnetenversammlung sie aufgetreten ist und was ihre Arbeitsschwerpunkte sind. Weil die 'alte' Seniorenvertretung nicht mehr lange im Amt ist - im März sind Neuwahlen -, sollte es diesmal schnell gehen, um der 'neuen' Seniorenvertretung keine Altlasten zu hinterlassen.
Der Tätigkeitsbericht 2021 hier als →Download; auf der Homepage der Seniorenvertretung sind auch die →Berichte der vergangenen Jahre verfügbar.
Interessierte können gedruckte Exemplare auch per E-Mail seniorenvertretung@ba-ts.berlin.de oder telefonisch unter 030 577 128 78 anfordern.



Vorstellung der Kandidat:innen eröffnet

Werbung für eine hohe Wahlbeteiligung


Die Vorstellungsrunde für die Kandidat:innen wurde am 3. Februar im gut gefüllten HUZUR in der Bülowstraße eröffnet  • Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg

Die Wahl zur Seniorenvertretung wurde, nach den im Januar verschickten Wahlbenachrichtigungen, mit einer ersten Vorstellungsrunde von den Kandidat:innen im HUZUR eröffnet. Der Bezirksstadtrat Matthias Steuckardt wies darauf hin, wie wichtig ihm die Präsenzveranstaltungen sind - nicht alle Berliner Bezirke haben daran festgehalten - und wie wichtig ihm eine Steigerung der Wahlbeteiligung für die Wahrnehmung der Interessen der Senior:innen ist.
19 der 28 Kandidat:innen waren anwesend; einige weitere wurden mit einem Videoclip eingespielt. Im Anschluss an die Vorstellungsrunde wurden einige Fragen zum Wahlverfahren gestellt. Ob es die Möglichkeit gäbe, eine erneute Wahlbenachrichtigung zu erhalten, falls sie versehentlich entsorgt worden ist (Hotline anrufen: 030 90 229 990). Mehrfach wurde die Kritik vorgetragen, dass eine Teilnahme an der Briefwahl nur mit einem selbst zu frankierenden Umschlag für die Beantragung möglich ist. Im folgenden wurden Fragen speziell an die Kandidat:innen gestellt.
Die nächsten Runden sind in Friedenau, Lichtenrade und Mariendorf geplant - siehe unten.
Für die Videoclips, die mit einigen der Bewerber:innen aufgenommen wurden, hat die Seniorenvertretung einen Youtube-Kanal eingerichtet. Bei diesen Videoclips handelt sich um ein zusätzliches Angebot; nicht jede Kandidatin und nicht jeder Kandidat konnte oder wollte dieses Angebot nutzen.


Kandidat:innen für die Wahl der Seniorenvertretung
Alle Kandidat:innen stellen sich und ihre Ziele in einer Broschüre vor. Die Broschüre wird mit den Unterlagen zur Briefwahl zur Verfügung gestellt. Sie liegt bei den Pförtner:innen im Rathaus Tempelhof aus und sollte in den Seniorenfreizeitstätten ausliegen.
→pdf-Download

Aus Sport wird Bewegung

Walking Football - Laufen verboten - Fußball im Gehen



Wenn Sport eine Nummer kleiner wird, wird aus Sport oft Bewegung. Und dann geht es auch mit Meniskus, Stent und Blutverdünner RBB-Beitrag zum Walking Football →Rennen verboten

Mehr als 70% der über 65-Jährigen Berliner:innen sagt, dass sie sport- und bewegungsaktiv sind. Die wenigstens machen das im Verein, weil bei ihnen, wenn sie mal Sport gemacht haben, alles eine Nummer kleiner geworden ist. Und wenn körperliche Einschränkungen dazu kommen, wird aus Rennen Wandern, Nordic Walking oder Gehen. Radfahren hilft manchmal auch, die schmerzenden Knie zu entlasten und zu stärken. Oft ist es das Schwimmen oder die Wassergymnastik, die beweglich hält. Jedenfalls ist die bewegte Berliner:in in der Regel draußen. All das hat die Berliner Sportstudie herausgefunden, die einen sogenannten erweiterten Sportbegriff zu Grunde legt, um neben dem Leistungs- und Jugendsport die Bewegungsformen der breiten Bevölkerung in den Fokus zu bekommen.
Selbst Fußball lässt sich downgraden (in der Intensität 'herunterdampfen') und ist dann selbst mit Meniskus, Stent und Blutverdünner und vor allem weniger verletzungsanfällig durchführbar. Das Ganze nennt sich Walking Football und ist nicht nur für Männer interessant. Nachdem sich schon in →Mariendorf eine Walking Football Gruppe gegründet hat, versuchen nun die BSV Kickers in Schöneberg auf dem Sportplatz an der Monumentenstraße in diesem Frühjahr durchzustarten und →sucht Interessierte. Hier noch ein zweites →Youtube-Video.


Radnetz statt Schnellweg

Hans-Baluschek-Park und Teltowkanal als Erholungsraum erhalten

Mit dem Plan von Infravelo werden Zufußgehende verdrängt und Natur zerstört. Der Plan des Parkbündnisses will integrieren und arrangieren • © Parkbündnis Schöneberg-Steglitz

Das Parkbündnis Schöneberg-Steglitz - dem auch die beiden Seniorenvertretungen in Tempelhof-Schöneberg und in Steglitz-Zehlendorf angehören - hat sich zum Ziel gesetzt, den Erholungsraum im Hans-Baluschek-Park und am Teltowkanal zu erhalten. Er ist massiv durch die Planung von Infravelo (der Planungsgesellschaft des Berliner Senates) gefährdet. Die Radschnellverbindung 6 soll nämlich entlang des Kanals und durch den Park geführt werden, um den Radler:innen die schnelle Durchfahrt zu ermöglichen.
Für das Parkbündnis ist eine solche Planung nicht die mit dem Mobilitätsgesetz versprochene Neuverteilung des Verkehrsraums, sondern eine bemerkenswerte Fortsetzung der Verkehrsplanung der autogerechten Stadt. Die Verdrängung der Schwächsten wird fortgeführt.
Das Parkbündnis hat nun Alternativplanungen vorgelegt, die das Radwegenetz dort stärken, wo die Menschen wohnen und die den Erholungsraum für die Zufußgehenden erhalten. →Konzept des Parkbündnisses.
Zur Zeit wird in den Ausschüssen der BVV über einen Antrag der Seniorenvertretung debattiert: Drucksache - 0037/XXI - Hans-Baluschek-Park erhalten und aufwerten.

Klausur

Jahresauftakt mit grundsätzlichen Themen

Zu Beginn des Jahres im Januar beriet die Seniorenvertretung wie in den Vorjahren in einer Auftaktklausur Themen, für die in den regulären Plenarsitzungen wenig Raum bleibt • Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg, CC BY-SA 4.0


Zweimal im Jahr setzt sich die Seniorenvertretung zu einer Klausur zusammen. Hier können Themen bearbeitet werden, die immer wieder liegen geblieben sind und es gibt den Raum, Themenkomplexe intensiver zu behandeln.
Zwei der in der Januar-Klausur behandelten Themen haben berlinweit Bedeutung. Die im letzten Jahr durchgeführte Evaluation des Berliner Seniorenmitwirkungsgesetzes ist der Auftakt für die Diskussion von Veränderungen am Gesetz, deren Ziel die Stärkung der bezirklichen Seniorenvertretungen sein sollte. Eine Vereinheitlichung der unterschiedlichen Umsetzungen in den Berliner Bezirken sollte nicht zu Lasten von günstigen Regeln in Bezirken gehen, in denen schon mehr erreicht worden ist.
Mit der Überarbeitung der seniorenpolitischen Leitlinien im letzten Jahr wurde auch ein Maßnahmenkatalog für die Umsetzung in den Bezirken beschlossen. Diesen Maßnahmenkatalog für behördliches Handeln will sich die Seniorenvertretung für Interventionen gegenüber der Verwaltung zu Nutze machen. Bei der Überprüfung der Umsetzung tritt die Seniorenvertretung nicht als Bittsteller auf, sondern weist nur auf die (fehlende) Umsetzung selbstgesteckter Ziele hin.



Die Alten - immer ein bisschen mehr

Neue Einwohnerstatistiken


Die Veränderungen des Anteils der älteren Einwohner:innen sind nicht spektakulär, aber beständig. Selbst hinter dem zeitweiligen Rückgang des Anteils - wegen des massiven Zuzugs nach Berlin - verbirgt sich ein absoluter Zuwachs der Älteren Daten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, Reihe A I 5

Das Statistische Amt Berlin Brandenburg hat gerade die →neuesten Einwohnerstatistiken veröffentlicht. Im Bezirk Tempelhof-Schöneberg leben nun 96.557 Menschen mit 60 plus. Das sind 27,7% von 348.523 Einwohner:innen. Die Anzahl der älteren Menschen im Bezirk ist in jedem Jahr seit 2008 in absoluten Zahlen gestiegen. 2008 waren es 84.356 von 326.867; ein Zuwachs von gut 12.000 Menschen. Die Aufgaben für den Bezirk und die Anforderungen an das Sozialsystem wachsen beständig.
Innerhalb von Berlin nimmt Tempelhof-Schöneberg beim Durchschnittsalter mit 44,2 gerade noch eine mittlere Position ein. Das liegt an der übergreifenden Struktur des Bezirks. Denn Berlin ist zur Mitte hin tendenziell jünger (etwa Friedrichshain-Kreuzberg 38,7, Mitte 39,2) und an seinen Rändern älter (Steglitz-Zehlendorf 46,5, Reinickendorf 44,8).
Im Vergleich sind Städte allerdings immer noch 'jung'. Das zeigt sich schon daran, dass die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen jünger als die Flächenstaaten sind. Es ist leicht erkennbar, dass schon wegen der unterschiedlichen Sozialstrukturen alt sein in der Stadt und auf dem Land jeweils eigene Probleme aufwirft. Die Zunahme der Altersarmut etwa trifft die Städte in einem anderen Maß.


Ansprechpartnerin für alle Fragen zur Wahl im Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg
Jana Weinholtz
Amt für Soziales, Seniorenarbeit, Soz SD S2
Tempelhofer Damm 165, 12099 Berlin
Tel.: (030) 90277-6506
E-Mail: Jana.Weinholtz@ba-ts.berlin.de

Sitzungen der Seniorenvertretung
In der Regel treffen wir uns am 4. Donnerstag eines jeden Monats. Ob die Sitzungen der Seniorenvertretung öffentlich stattfinden und unter welchen Bedingungen, entscheidet sich kurzfristig. Näheres kann telefonisch erfragt werden: 030 577 128 78.

E-Mail
seniorenvertretung@ba-ts.berlin.de
Anrufbeantworter der Seniorenvertretung 030 577 128 78 (neue Telefonnummer).

Newsletter der Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg
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Sprechstunden der Seniorenvertretung
Die Sprechstunden der Seniorenvertretung sind bis auf weiteres ausgesetzt.
Ausnahme
ist der
dritte Dienstag (nächster Termin: 15. Februar) von 11 - 12.30 Uhr im Nachbarschafts- und Familienzentrum Kurmark;
während dieser Zeit auch telefonisch erreichbar: 322 992 11

Vorstellungsrunden der Kandidat:innen zur Seniorenvertretung
Nach den bisherigen Planungen finden im Februar und März eine Reihe von Vorstellungsrunden in verschiedenen Teilen des Bezirks statt. An den Terminen stellen sich die Bewerber:innen persönlich vor und stehen für Fragen zur Verfügung. Einige Termine finden in den frühen Abendstunden statt:


Friedenau Seniorenfreizeitstätte Stierstraße 20a
Do 10.02. - 17-19 Uhr

Lichtenrade Gemeinschaftshaus, Barnetstr. 11
Mi 16.02. - 11-13 Uhr

Mariendorf Rudolf-Wissell-Haus, Alt-Mariendorf 24-26
Fr 18.02. - 10-12 Uhr (für Gehörlose mit Gebärdensprachendolmetscher)

Marienfelde Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum, Waldsassener Str. 40a
Di 22.02. - 11-13 Uhr

Tempelhof Nachbarschaftstreffpunkt Berliner Bär, Holzmannstr. 18
Mi 09.03. - 17-19 Uhr

Die Termine und die Art der Durchführung dürften wegen des weiteren Verlaufs der Corona-Pandemie unter Vorbehalt stehen. Wir empfehlen, sich aktuell zu informieren und werden über eventuelle Änderungen auf der Internetseite der Seniorenvertretung informieren.



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Zum Abschluss:

Eine Hommage auf TIK am S-Bahnhof Feuerbachstraße • Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg, CC BY-SA 4.0


Da kommen Wasserohre aus der Wand und führen auch wieder hinein. Klar jetzt - oder? Erst beim zweiten Nachdenken wird einem klar, dass da Streetartisten am Werk waren: Eine Installation - aber eben nicht vom Installateur. Insbesondere im Südwesten von Berlin können aufmerksame Beobachter:innen viele Installationen von TIK aufspüren. Er ist bekannt. Auch der rbb hatte ihn mal für die →Abendschau interviewen können. Gefilmt wurde zunächst im Südgelände und danach sind die Beteiligten zu dieser Installation am S-Bahnhof Feuerbachstraße gegangen. Im Vergleich der Bilder wird deutlich, dass der untere Teil vor allem eine Hommage auf TIK ist, denn die Rohre und die S-Bahn-Styros wurden sorgsam abgedeckt, um die Farbe aufsprühen zu können, ohne die Installation zu gefährden.
So ein Verhalten nennt sich Respekt. Respekt ist Kitt in der Gesellschaft.


Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

 

Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg
Tempelhofer Damm 165
12099 Berlin
Deutschland

Telefon: 030 577 128 78
sv-ts@gmx.de
www.seniorenvertretung-tempelhof-schoeneberg.de