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Newsletter der Senior:innenvertretung
Tempelhof-Schöneberg 06/2022
 

Zu Fuß


Wenckebach - Einwohnerantrag in der BVV / Austausch mit den Bündnis-Grünen / Zu Fuß im Kiez unterwegs / Seniorenmesse 2022 und 2023 / Mehr Gemeinsinn und Rücksicht statt Blaulicht / Toiletten umsonst … nicht nur für Jungs / Sitzung und Sprechstunde der Seniorenvertretung / Zum Abschluss
 
01. August 2022
Wenckebach - Einwohnerantrag in der BVV

Wohnortnahe Infrastruktur wird verlagert und zentralisiert


Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg

Das Wenckebach-Klinikum ist 1875 bis 1878 als Militärlazarett geplant und gebaut worden
• Sekamor, CC BY-SA 3.0
 
Immer willkommen! Ruft man die →Internetseite des Vivantes-Klinikum in Tempelhof auf, wird man heftig umworben: "Im Vivantes Wenckebach-Klinikum in Berlin-Tempelhof sind Sie immer willkommen. Wir sind für Sie da bei körperlichen und seelischen Erkrankung und natürlich bei Unfallverletzungen sowie in Notfällen. Unser Krankenhaus ist geprägt von medizinischer Qualität, Freundlichkeit, und Respekt." Doch damit ist es bald vorbei; denn die Verlagerung in das AVK nach Friedenau ist beschlossene Sache.
Für Senior:innen ist die Zentralisierung von wohnortnaher Versorgung ein großes Ärgernis. Besonders die Verlagerung der Rettungsstelle hat den Unmut der älteren Menschen erregt. Deshalb hatte die Senior:innenvertretung der Unterschriftensammlung für einen Einwohnerantrag in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV), der sich gegen die Verlagerung ausspricht, früh die Unterstützung signalisiert und viele Unterschriften dafür gesammelt.
In der BVV konnten die Forderungen der Initiative Wenckebach, der Senior:innenvertretung und auch des DGB Kreisverbandes Tempelhof-Schöneberg noch vorgetragen werden. Letztlich wurde der Einwohnerantrag mehrheitlich mit den Stimmen der SPD und der Grünen abgelehnt. In einem →Flyer fasst die Initiative zum Wenckebach (pdf) ihre Stellungnahme am 10. Juli zusammen.

 
Sofortiger Stopp der Verlagerung von Teilen des Wenckebach-Klinikums in Tempelhof zum Auguste-Viktoria-Krankenhaus nach Friedenau • SV Tempelhof-Schöneberg, CC BY-SA 4.0
 
 
Am 21. Juli stellte sich der Gesundheits-Staatssekretär Thomas Götz noch einmal einem erneuten Gespräch mit den Initiativen gegen die Verlagerung. Der Aufsichtsrat von Vivantes - dem der Staatssekretär angehört - hatte dem Gesamtvorhaben schon im September 2020 zugestimmt. Nun wird die Verlegung der Rettungsstelle i September umgesetzt. Besonders ärgerlich ist, dass für die Nachnutzung des Wenckebach die Planungen jetzt erst beginnen; man also bewusst den Verfall der Gebäude in Kauf nimmt.
Aus den Reihen der Senior:innenvertretung gibt es einen Ideenentwurf für das Wenckebach 2040 unter dem Titel "Wenckebach - Zukunft gestalten und sichern" es kann →hier als pdf abgerufen werden.

Austausch mit den Bündnis-Grünen

Tanja Prinz und Ingeborg Hofer-Huttler zu Gast in der Senior:innenvertretung

 

Tanja Prinz (links) vom Kreisvorstand der Grünen und Ingeborg Hofer-Huttler, seniorenpolitische Sprecherin der Grünen in der BVV, im Gespräch mit dem Vorsitzenden der Senior:innenvertretung Peter Witt • SV Tempelhof-Schöneberg, CC BY-SA 4.0

Auf der Plenumssitzung der Senior:innenvertretung im Juni waren Bündnis-Grüne Bezirkspolitikerinnen zu Gast, um nach der Wahl der BVV im letzten Jahr und der Neuwahl der Senior:innenvertretung in diesem Jahr den persönlichen Austausch zu suchen. Tanja Prinz vom Kreisvorstand vertrat die Partei und Ingeborg Hofer-Huttler stand für die Fraktion der Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Sie ist die seniorenpolitische Sprecherin der Fraktion.
In der gemeinsamen Vorstellungsrunde fächerten die Mitglieder der Senior:innenvertrung mit der Darstellung ihrer Arbeitsschwerpunkte die Breite der Anliegen der Älteren in der Gesellschaft auf. Von der Senior:innenvertretung wurde darüber hinaus an die Stellungnahme zur Grün-Roten Zählgemeinschaftsvereinbarung (→pdf) erinnert. Aus den dort genannten Themen wurde noch einmal die Idee eines bezirksweiten Runden Tisches zur Corona-Pandemie hervorgehoben: Was war in den vergangenen beiden Jahren gut und was ist verbesserungsfähig?
Gemeinsam wurde vereinbart, den Gesprächsfaden weiter zu knüpfen.
 
 

Zu Fuß im Kiez unterwegs

Gehwege im öffentlichen Raum in Friedenau und Lichtenrade

 
Führung durch Friedenau - Ampelschaltungen, Absenkungen, Hindernisse auf Gehwegen und Plätzen. Wir suchen am Walther-Schreiber-Platz den Platz • SV Tempelhof-Schöneberg, CC BY-SA 4.0
 

Die Füße sind das zentrale Verkehrsmittel der älteren Menschen. Je älter die Menschen werden, desto wichtiger wird für sie die Gestaltung der Gehwege in ihrer Umgebung. Die Bezirksgruppe von FUSS e.V. und die Senior:innenvertretung haben im Juni gemeinsam einen Kiezspaziergang in Friedenau unternommen, um die Qualität der Gehwege zu untersuchen. Für eine Dokumentation wurden die wichtigsten Stationen festgehalten und können als pdf abgerufen werden:

Die wichtigsten Stationen des Kiezspaziergangs in Friedenau sind in einem →pdf dokumentiert. Neben den Schwachstellen wird auch versucht, Alternativen aufzuzeigen • SV Tempelhof-Schöneberg

Im Juli hat der Lichtenrader Gerhard Moses Hess zu einer Begehung an der Baustelle der Dresdner Bahn aufgerufen. Gekommen waren etwa 30 bis 50 Anwohner:innen, einige Bezirkspolitiker:innen, Vertreter:innen von FUSS e.V. und der Senior:innenvertretung. Rund um den S-Bahnhof warteten
- schlecht beleuchtete Baustelleneinfassungen
- Kabelverlegungen, die nicht aufgeständert sind
- Bodenunebenheiten, die sehr schlecht berollbar sind
- bei Regen steht der Gehweg großflächig unter Wasser
- auf den engen Wegen gibt es Doppelnutzung von Radlern und Zufußgehenden
- Infostände der Bahn, die dauerhaft nicht besetzt sind
- Brücken, die Wege erleichtern können, aber versperrt sind
- und vieles andere mehr
Viele der auf der Begehung vorgestellten Mängel sind von der Senior:innenvertretung in einer Fotodokumentation zusammengefaßt worden, die auf der Internetseite der Seniorenvertretung aufgerufen werden kann (→Begehung in Lichtenrade).

 
Bei der Begehung in Lichtenrade ging es um die großflächigen Baumaßnahmen im Zusammenhang mit der Dresdner Bahn, die erhebliche Erschwernisse für die Nutzer:innen mit sich bringen. • SV Tempelhof-Schöneberg, CC BY-SA 4.0
 

Seniorenmesse 2022 und 2023

Viele Angebote für die Älteren


 
Über 900 Besucher:innen wurden auf der Seniorenmesse in Lichtenrade gezählt. Intensive Gespräche und viel Information rund um das Altern • Foto: Seniorenarbeit Tempelhof-Schöneberg
 
Die Seniorenmesse im Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist seit Jahren ein Publikumsmagnet weit über den Bezirk hinaus. In den Vorjahren konnte sie in der Urania ausgerichtet werden. Pandemiebedingt fiel sie im Jahr 2020 aus und konnte auch in diesem Jahr nicht angestammt im Februar dort stattfinden.
Die Messe - auf der Seniorfreizeitstätten, -wohnhäuser und -heime sowie Sozialeinrichtungen und andere Anbieter über ihre Angebote informieren - musste auf den 14. Juli und an den Rand der Stadt nach Lichtenrade ins Nachbarschaftsheim verlegt werden. Deswegen war die ausrichtende Seniorenarbeit des Bezirks durchaus gespannt, ob das Angebot angenommen wird. Über 900 Besucher:innen fanden den Weg nach Lichtenrade. Der RBB berichtete über dieses Highlight für die älteren Menschen. Auch am Stand der Senior:innenvertretung konnten etliche Nachfragen geklärt und neue Gesprächsfäden geknüpft werden.
 
 
Der Bezirksstadtrat Matthias Steuckardt am Informationsstand der Senior:innenvertretung • SV Tempelhof-Schöneberg, CC BY-SA 4.0

Vorankündigung. Vorgesehen ist die nächste Seniorenmesse im Jahr 2023 wieder wie in den früheren Jahren im Februar. Am 23. Februar soll die Messe auf dem BUFA-Gelände in der Oberlandstraße in Tempelhof stattfinden. Die älteren Berliner:innen kennen das Gelände als Aufnahmeort z.B. vom Großen Preis, der ZDF-Hitparade und anderen Produktionen des Zweiten Deutschen Fernsehens.


Mehr Gemeinsinn und Rücksicht statt Blaulicht

Kampagne im Nachbarbezirk für mehr Erholungsqualität in Parks


Steglitz-Zehlendorf startet eine Kampagne für mehr Gemeinsinn im Park. Vor allem Radler, nicht angeleinte Hunde und ihr Kot sind im Visier der Kampagne • SV Tempelhof-Schöneberg, CC BY-SA 4.0

In Steglitz-Zehlendorf hat das bezirkliche Grünflächenamt den Dienstleister Think Si³ damit beauftragt, eine Kampagne für mehr Rücksicht aufeinander in den Parks zu entwerfen. Nach unserem Eindruck ist die Kampagne sehr gut gelungen.
Radfahrende sind in Parks Gäste. Einige wenige von ihnen rüpeln sich aber an den Erholung suchenden Menschen vorbei. Hunde müssen in Parks angeleint werden; an diese Vorgabe halten sich aber nicht alle Halter:innen. Mit drastischen Bildern wird im Nachbarbezirk nun
an den Gemeinsinn aller appelliert, damit die Parks ihre immer wichtiger werdende Funktion für alle erfüllen können. Vor allem die Alten und die Jungen müssen da besser geschützt werden. Mehr zur Kampagne auf unserer →Internetseite.


Ein Motiv aus dem Stadtpark Steglitz hat im Hans-Baluschek-Park gleich findige Nachahmer gefunden, die einen Bezug zur geplanten Radschnellverbindung durch den Park herstellen • SV Tempelhof-Schöneberg, CC BY-SA 4.0

 


Toiletten umsonst … nicht nur für Jungs

Öffentliche Toiletten: Waren wir da schon einmal weiter?

 
 
PeeForFree heißt die Kampagne von Buschfunk Bündnis e.V., die sich zum Ziel gesetzt hat, für mehr öffentliche Toiletten in Berlin zu sorgen und das geschlechtergerecht. Die Online-Petition kann man/frau →hier unterstützen • Buschfunk Bündnis e.V.
 
Im "Buschfunk Bündnis e.V." sind - nicht nur - viele junge Frauen verborgen, die es mehr als ungerecht finden, dass Männer sich oft einfach für umsonst erleichtern können, während Frauen etwa bei den Wall-City-Toiletten immer bezahlen müssen. Deshalb haben sie gemeinsam mit den Linken aus Treptow-Köpenick, der Senior:innenvertretung Tempelhof-Schöneberg, einer Reihe von Einzelpersonen und einigen Start-Ups, die andere, weiblichere Ideen als Wall vertreten, das Toilettenbündnis für Berlin gegründet. Allen gemeinsam ist: Mehr öffentlicher Zugang zu Toiletten und für umsonst.
In zwei Bezirken - Mitte und in Tempelhof-Schöneberg - gab es in der jeweiligen BVV Anträge, die den Senat auffordern, die Wall-City-Toiletten für alle frei zugänglich zu machen. Buschfunk und die Senior:innenvertretung in Tempelhof-Schöneberg haben das zum Anlass genommen, die anderen Senior:innenvertretungen darüber zu informieren, dass eine berlinweite Initiative in allen Bezirken dem gemeinsamen Anliegen sehr zuträglich sein könnte. Sozusagen: "Jungs lasst uns gemeinsam umsonst pinkeln!"
Zusammen haben die beiden Initiativen einen Brief an alle anderen Vertretungen geschrieben, wie z.B. →hier an die Senior:innenvertretung in Neukölln.
 
 
In Berlin ist das für Kommunen kostengünstige Konzept der Netten Toilette, für das die Senior:innenvertretung eintritt, noch nicht hinreichend bekannt. Andernorts wie hier in Bad Segeberg können es Einheimische und Touristen nutzen • SV Tempelhof-Schöneberg, CC BY-SA 4.0

Im Bezirk Tempelhof-Schöneberg bereiten wir im Moment eine Neuauflage des immer wieder stark nachgefragten Toilettenflyers der Senior:innenvertretung für den Bezirk vor. In ihm gibt es Hinweise auf die öffentlich zugänglichen Toiletten im Bezirk. Wir hoffen, den Flyer auf dem Nachbarschaftsfest in Schöneberg am 3. September präsentieren zu können.
 
 

 
Tim Reckmann CC BY 2.0
 
Die Senior:innenvertretung Tempelhof-Schöneberg in Veröffentlichungen  →Presse und andere Medien

Sitzungen der Seniorenvertretung
In der Regel treffen wir uns am 4. Donnerstag eines jeden Monats. Die Sitzungen der Seniorenvertretung sind öffentlich, wo und unter welchen Bedingungen, entscheidet sich kurzfristig. Näheres kann telefonisch erfragt werden: 030 577 128 78.

E-Mail
seniorenvertretung@ba-ts.berlin.de
Anrufbeantworter der Seniorenvertretung 030 577 128 78

Newsletter der Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg
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Sprechstunden der Seniorenvertretung
Die Sprechstunden der Seniorenvertretung sind nach wie vor bis auf weiteres ausgesetzt.
Ausnahme
ist der
dritte Dienstag (nächster Termin erst nach den Sommerferien) von 11-12.30 Uhr im Nachbarschafts- und Familienzentrum Kurmark;
Während dieser Zeit ist die Seniorenvertretung auch telefonisch erreichbar: 322 992 11

ausgewählte Veranstaltungshinweise

18. August, Donnerstag, 10 - 12 Uhr, Putzaktion der Senior:innenvertretung auf dem Friedhof der hellenischen Gemeinde. Heilig Kreuz Friedhof in Mariendorf. Wer mitmachen möchte, sendet eine E-Mail an sv-ts@gmx.de

23. August, Dienstag, 14 – 15.30 Uhr, Nachbarschafts- und Familienzentrum Kurmark. Leben im Alter, Thema: Information und Beratung zu Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung.

03. September, Samstag, 12 - 19 Uhr, Nachbarschaftsfest am Rathaus Schöneberg. Zahlreiche Stände informieren über regionale Angebote und Initiativen. Kulinarische Köstlichkeiten.

30. September, Freitag, 10 - 15 Uhr, Nachbarschaftszentrum HUZUR. Tag der älteren Generation und Seniorengesundheitstag. Vorträge, Informationen und Mitmach-Angebote zu den Themen Bewegung, Ernährung und Entspannung.

Lust auf was Neues? Diverse Angebote auf dem →Flyer des GGV.



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Zum Abschluss:

 
Schade: Vom Verkehr umtost, zu Fuß mehr als abseitig lokalisiert, steht das Denkmal von Kerstin Becker zu 20 Jahre Mauerfall etwas verloren an der B 96 an der Landesgrenze zwischen Berlin und Brandenburg • SV Tempelhof-Schöneberg, CC BY-SA 4.0


Überwinden, Durchdringen und Öffnen von Mauern. Das waren die Motive, die die Künstlerin Kerstin Becker in ihrem Denkmal zu 20 Jahre Mauerfall ausdrücken wollte. Deswegen ist das Denkmal je nach Perspektive offen und licht gestaltet oder es verschließt sich zum Hindernis. Weil es am ehemaligen Grenzübergang für Müllfahrzeuge zwischen Lichtenrade und Mahlow platziert ist, ist es für Zufußgehende schwer erreichbar und wird nur von Autofahrenden wahrgenommen. Mehr zu dem Denkmal und dem Tag der Einweihung durch den damaligen Regierenden Klaus Wowereit und den Landrat des Kreises Teltow-Fläming Peer Giesecke findet sich auf der Internetseite von →Lichtenrade .de.

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

 

Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg
Tempelhofer Damm 165
12099 Berlin
Deutschland

Telefon: 030 577 128 78
sv-ts@gmx.de
www.seniorenvertretung-tempelhof-schoeneberg.de