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Newsletter der Senior:innenvertretung
Tempelhof-Schöneberg 08/2025
 
Jahreswechsel

Zum Jahreswechsel / #BöllerCiao / Unbezahlbarer Sozialstaat? / 3000 Schritte gegen die Demenz / Der Senat ist deutlich im Verzug / Baumentscheid / Geschenkidee / Vorschau: SV-Wahl 2027 / Zum Abschluss

14. Dezember 2025

Zum Jahreswechsel
 
Guten Rutsch ins neue Jahr

 

Happy New Year 2026 • SV Tempelhof-Schöneberg mit BAGSO Hashtag-Aktion "Ja zum Alter"

Zum Jahresausklang wünscht die Senior:innenvertretung Tempelhof-Schöneberg den Leser:innen des Newsletters einen guten Rutsch. Auch im neuen Jahr gibt es viel zu tun, um gutes Leben im Alter zu ermöglichen.
 
 
 
Die SV sagt auf ihrem November-Plenum beim SoVD "Ja zum Alter" und wünscht für das neue Jahr alles Gute • SV Tempelhof-Schöneberg
#BöllerCiao
 
Lokale Böllerverbote in Aussicht gestellt - aber erst Silvester 2026

 

Eine Drohnenshow mit 300 Drohnen während der Cebit 2018 verdeutlicht die Möglichkeiten der ungefährlichen Alternative • Hauke-Christian Dittrich HAZ

Die Senior:innenvertretung ist im letzten Jahr dem Bündnis #BöllerCiao beigetreten. Das Bündnis will erreichen, dass das bestehende Böllerverbot das ganze Jahr gilt, wie es das Sprengstoffgesetz regelt.  Nur per Verordnung ist das Verbot an Silvester zeitweise aufgehoben, noch dazu für alkoholisierte und oft übermütige Menschen. Wohin das führen kann, hat die Silvesternacht in Berlin im letzten Jahr mit über 800 Einsätzen der Feuerwehr eindrücklich gezeigt. 
Der Bundesinnenminister hat den Ländern nun in Aussicht gestellt, dass länderspezifische Regelungen bestimmt werden können. Allerdings erst ab dem nächsten Silvester 2026. Nötig wäre, darauf weisen verschiedene polizeinahe Organisationen hin, ein umfassendes Verkaufs- und Transportverbot, das sich leichter durchsetzen ließe. 
Die Zustimmung zu einem umfassenden Böllerverbot wächst Jahr um Jahr, weil auch die erlaubten wie insbesondere auch die nicht erlaubten Feuerwerkskörper immer gefährlicher werden. Eine Umfrage vom Sommer diesen Jahres weist bundesweit 59 % Zustimmung zum Böllerverbot an Silvester aus. In Berlin belegte kürzlich eine Umfrage, dass 75 % der Berliner ein Verbot unterstützen würden.
Unterstützen Sie uns und die Bündnispartner der Initiative der Deutschen Umwelthilfe mit der Petition, die sich für ein böllerfreies und friedliches Silvester einsetzt:
 
 
 
Ein breiter Unterstützerkreis bildet das BöllerCiao-Bündnis • DUH Stand Dezember 2025, Bündnislogos vergrößern
 
Die Petition erreichen Sie mit einem Klick auf den folgenden Link

→Böllerfreies Silvester!

 

Unbezahlbarer Sozialstaat?
 
Babyboomer • Rente, Pflege- und Krankenkassen • Armut im Alter

 

Ausgaben für Sozialleistungen als Anteil am Bruttosozialprodukt. Die Ausgaben für Rente, Gesundheit, Pflege und Arbeitslosenversicherung sind weniger stark gestiegen als andere Sozialleistungen, insbesondere in der Familienpolitik • SZ-Grafik mit Daten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales

In der aktuellen Diskussion hat "die Rente" und "die Bezahlbarkeit des Sozialstaats" wegen der zunehmenden Zahl der Rentnerinnen und Rentner eine gewisse Bedeutung erreicht. Zugleich zeigt sich, dass einiges schief oder verkürzt dargestellt wird und deshalb wesentliche Probleme und Lösungsmöglichkeiten nicht beachtet werden. So sind die staatlichen Sozialausgaben bei den Sozialkassen (Renten-, Pflege- und Krankenversicherung) weniger stark angestiegen als etwa die Ausgaben für die Familienpolitik. Auch im europäischen Vergleich fällt Deutschland nicht sonderlich aus der Reihe. 
Eher schon ist auffällig wie sehr sich der Reichtum beim reichsten Prozent der Bevölkerung anhäuft. Sowieso sollte Armut und Reichtum zusammengedacht werden. Schon seit 2006 wächst der Anteil der Menschen, die Grundsicherung im Alter beziehen, beständig an. Unter anderem wegen vermehrt diskontinuierlicher Lebensläufe weiß man, dass in den nächsten Jahren nicht nur wegen der Babyboomer mehr Menschen Rente beziehen werden, sondern dass zugleich die Altersarmutsquote steigen wird.
 
 
 
Der Anteil der Menschen mit Grundsicherung im Alter steigt seit 2006 beständig an (violette Kurve) • Paritätischer Armutsbericht 2025
 
Eine einfache Denke wie etwa "Mehr alte Menschen, also weniger Rente für die Alten" wird keines der Probleme gelöst bekommen, die sich in den nächsten Jahren in der Rentenversicherung, bei der Gestaltung der Pflege alter Menschen oder der Zukunft der Gesundheitsversorgung stellen. Einfache Lösungen werden zielsicher die Armut und die Spaltung in der Gesellschaft erhöhen und die kommunalen Haushalte wie den Bezirkshaushalt vor Riesenprobleme stellen. Steigende Armut kann sich die Gesellschaft schlicht nicht leisten.
Zum Thema auch ein Hinweis auf die Stellungnahme der BAGSO: Armut im Alter. Existenzsicherung verbessern, Teilhabe sicherstellen. →Positionspapier 2025
 

3000 Schritte gegen die Demenz
 
Grüne Hauptwege und Kiezspaziergang können helfen
 

Netzwerk Spazierengehen und (Fort)Bewegung im öffentlichen Raum • BA Tempelhof-Schöneberg

Vor wenigen Wochen ging eine Meldung, die aufhorchen lässt, durch viele Medien. (Stellvertretretend für die vielen Berichte der Audiobeitrag im →Deutschlandfunk). Eine amerikanische Studie belegt, dass schon 3000 Schritte täglich für ältere Menschen einen erheblichen Nutzen für die Gesundheit haben. Die körperliche Bewegung hält auch geistig fit und beugt der Demenz vor. Bewegte Menschen bleiben länger selbständig; im Vergleich konnten mehrere selbstbestimmte Jahre als Unterschied festgestellt werden, wenn die Untersuchten regelmäßig, möglichst täglich unterwegs waren.
So ganz neu ist die Erkenntnis ja nicht, nur ist sie jetzt handfest nachgewiesen worden. Weil der elementare Zusammenhang von Bewegung und Gesundheit schon vorher im Grundsatz bekannt war, unterstützt das Bezirksamt Spaziergangs- und Wandergruppen bei ihren Bemühungen, Bewegung nicht nur der älteren Menschen zu fördern. Es gibt ein eigenes Netzwerk der Spaziergangsgruppen in Tempelhof-Schöneberg: "Spazierengehen und (Fort)Bewegung im öffentlichen Raum". Beim nächsten Treffen im Januar wird der Spaziergangsmonat im Mai vorbereitet. Mehr zum Netzwerk hält eine →Internetseite bereit.
 
 
Fünf der 20 Grünen Hauptwege führen durch den Bezirk Tempelhof-Schöneberg • SV Tempelhof-Schöneberg und Senatsverwaltung 
 
Ein Anliegen des Netzwerkes ist es, auf die Grünen Hauptwege als Verbindungswege der Berliner Grünzüge hinzuweisen. Von den 20 Grünen Hauptwegen führen fünf durch den Bezirk. In diesem Jahr wurde begonnen, die Wege neu auszuzeichnen. Sie sind nun durch einen grünen Wanderbär mit Rucksack und Wanderstab erkennbar. Der Senat hält vielfältige Informationen und Karten →zum Download bereit.
 
 
Der neue Flyer "Rund um den Kleistpark" hält vielfältige Informationen zum Kiezspaziergang bereit • BA Tempelhof-Schöneberg • →Download
 
Im Netzwerk sind auch zwei Flyer entstanden. Die Flyer mit den Routen beinhalten jeweils Informationen zur Barrierefreiheit, Toiletten unterwegs, Geschichtlichem und Einrichtungen in der Nähe. Ein Flyer beschreibt mit dem Alten Park und dem Lehnepark die Gegend um das Rathaus Tempelhof. Neu ist der Flyer "Rund um den Kleistpark" in Schöneberg. Weitere Informationen und Downloadlinks findet sich auf der →Webseite des Netzwerkes.

Der Senat ist deutlich im Verzug
 
Das Altenhilfestrukturgesetz und die Novellierung des Seniorenmitwirkungsgesetzes sind immer noch nicht auf dem Weg

Seniorenvertretung Tempelhof Schöneberg #BöllerCiao Mythen und Fakten
 
Der rot-rot-grüne Senat hat die Erarbeitung eines Altenhilfestrukturgesetzes annähernd wortgleich wie auch der schwarz-rote Senat versprochen • Auszüge aus den Koalitionsverträgen / SV Tempelhof-Schöneberg

Nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus 2021 wurden im damaligen rot-grün-roten Koalitionsvertrag zwei Gesetzesvorhaben versprochen, die für die älteren Menschen in Berlin wichtig sind. Zum einen wurde die Erarbeitung eines bundesweit ersten Altenhilfestrukturgesetzes in Aussicht gestellt und zum zweiten sollte das Berliner Seniorenmitwirkungsgesetz novelliert und für die Seniorenvertretungen verbessert werden. Nach der Wiederholungswahl hat der schwarz-rote Koalitionsvertrag an diesen Zielen festgehalten und sie sogar in Teilen noch konkreter in Aussicht gestellt.
Etwa ein halbes Jahr vor dem Ende der Legislatur ist nüchtern festzustellen, dass die Koalition bisher die versprochenen Gesetzesvorhaben nicht liefert.
Das Altenhilfestrukturgesetz soll den § 71 des Sozialgesetzbuches XII, den sogenannten Altenhilfeparagrafen, als kommunale Pflichtaufgabe mit Leben erfüllen. Wir haben darüber →mehrfach berichtet. Ein Entwurf dazu wurde von der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege erarbeitet und den anderen Senatsverwaltungen vorgelegt (→Newsletter der Senatsverwaltung WGP). Seit Anfang des Jahres blockiert die Finanzverwaltung die Vorlage. Eine Verabschiedung im Abgeordnetenhaus in dieser Legislatur scheint nur noch möglich, wenn das Vorhaben unverzüglich veröffentlicht und dem Parlament vorgelegt wird. Dazu müsste sogar die Beteiligung der Seniorenorganisationen und der Sozialverbände, die sogenannte Verbändeanhörung ausgesetzt werden.
Die Bündnisgrünen und die Linke haben Ende November in das AGH einen Antrag eingebracht  (→Drucksache 19/2779: "Gutes Leben im Alter"-Gesetz für Berlin jetzt vorlegen – Berliner Altenhilfestrukturgesetz nicht weiter verschleppen), der das eigentlich von allen Parteien gewünschte Gesetz auf den Weg bringen bzw. den Weg dorthin forcieren soll.

Bei der Novellierung des Seniorenmitwirkungsgesetzes hat der schwarz-rote Senat sogar noch eine Schippe drauf gelegt • Auszüge aus den Koalitionsverträgen / SV Tempelhof-Schöneberg

Die Novellierung des Seniorenmitwirkungsgesetzes sollte nach dem Willen der schwarz-roten Koalition zu substanziellen Verbesserungen für die bezirklichen Seniorenvertretungen führen. Und sie sollte unter anderem eine "Professionalisierung der Wahldurchführung" bringen. Davon kann offenbar keine Rede sein. In diesem Fall hat die Senatsverwaltung für Soziales unglücklich agiert und aus den Reihen des Parlamentes gibt es keine beurteilbaren Aktivitäten, die zu einer Novellierung führen könnten. 
Entgegen der vollmundigen Absichten, die in der "Zukunftshauptstadt Berlin" und in "Das Beste für Berlin" (so die Titel der Koalitionsverträge) niedergelegt sind, haben die jetzigen Koalitionsparteien dem Anschein nach nicht viel übrig für die älteren Menschen. Bei zukünftigen Wahlen sollten die Wähler:innen die folgenlosen Versprechungen durchaus in die Waagschale werfen.
Der BaumEntscheid ist Gesetz 
 
Jetzt muss die Umsetzung begleitet werden 

Seniorenvertretung Tempelhof Schöneberg #BöllerCiao Mythen und Fakten
 
Ein Erfolg darf gefeiert werden. Nach der Verabschiedung des BaumEntscheids im Abgeordnetenhaus • BaumEntscheid

Die SV Tempelhof-Schöneberg freut sich als Teil des Unterstützerkreises des Baumentscheids über den riesigen Erfolg, den die Verabschiedung des Gesetzes im November durch das Abgeordnetenhaus bedeutet. Und klar, da darf erst einmal gefeiert werden.
Zugleich sagen die Erfahrungen mit anderen Volksbegehren und Volksentscheiden in Berlin, dass es mit der bloßen Verabschiedung des Gesetzes nicht getan ist. Die Begleitung der Umsetzung wird die Zivilgesellschaft noch vor große Herausforderungen stellen. Eine der Herausforderungen wird sein, darauf zu drängen, dass der Volksentscheid mit Finanzierung unterlegt wird. Und nicht nur das: Der Baumentscheid wird vor allem auf der Ebene der Bezirke umgesetzt werden. Und deshalb gilt es Sorge dafür zu tragen, dass nicht nur Finanzierung bereitgestellt wird, sondern dass sie auch in den Bezirken ankommt und dort die Maßnahmen umgesetzt werden.
Die älteren Menschen brauchen die Umsetzung des BaumEntscheids für die Klimaanpassung in der Stadt. 

Vorschau: SV-Wahl 2027 
 
Wahlvorschläge müssen im September 2026 eingereicht werden


 

Die Wahlen zur Senior:innenvertretung finden innerhalb eines halben Jahres nach den Wahlen zur Bezirksverordnetenversammlung und den Wahlen zum Abgeordnetenhaus statt. Anfang März 2027 ist der Termin der Urnen-Wahlwoche. Die Briefwahl beginnt aber schon im Januar. Zur Vorbereitung der Wahlen müssen Wahlvorschläge für die Kandidat:innen schon im September 2026 benannt werden. Selbstvorschläge sind genauso möglich wie der Vorschlag durch andere.

Die SV hat eine kurze Zusammenstellung mit wichtigen Grundinformationen zur Arbeitsweise der SV erstellt. "Wie funktioniert die Seniorenvertretung und die Vertretung der älteren Menschen im Bezirk?" Sie kann auf der Homepage der SV aufgerufen werden. →zur Homepage

Geschenkidee
 

 

Interesse geweckt? Wenn ja, empfehlen wir: ich-schenk-dir-eine-rikschafahrt/

Sitzungen der Senior:innenvertretung
In der Regel treffen wir uns am 4. Donnerstag eines jeden Monats. Die Plenarsitzungen der Seniorenvertretung sind öffentlich, wo und unter welchen Bedingungen, entscheidet sich kurzfristig. Näheres kann telefonisch erfragt werden: 030 577 128 78.

E-Mail
sv-ts@seniorenvertretung-tempelhof-schoeneberg.de
Anrufbeantworter der Senior:innenvertretung 030 577 128 78

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ausgewählte Veranstaltungshinweise

19. Dezember 2025, Freitag, Weihnachtliches Singen im Rathaus Tempelhof, 14 Uhr, Seniorenarbeit Tempelhof-Schöneberg in Kooperation mit der Leo-Kestenberg-Musikschule

24. Dezember 2025, Dienstag, Weihnachtssingen an Heiligabend am Rathaus Schöneberg, 16 Uhr, 

 

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Zum Abschluss:

Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg Tempelhofer Damm

Weihnachtssingen 2024 • BA Tempelhof-Schöneberg


Das Weihnachtssingen vor dem Rathaus Schöneberg erfreut sich immer größer werdender Beliebtheit. Der Bezirksbürgermeister lädt auch dieses Jahr wieder alle Bürger:innen herzlich zum traditionellen Weihnachtssingen auf dem John-F.-Kennedy-Platz ein. 
Die Opernsängerin Nastassja Nass wird mit dem Horn-Tuba-Quintett Berlin mit weihnachtlichen Liedern einleiten und sich gemeinsam freuen auf die vielstimmige Unterstützung aus dem Publikum.
Rechtzeitig vor dem Weihnachtssingen werden auf →dieser Seite der Homepage des Bezirks die Liedtexte eingestellt und stehen dann zum Download bereit.

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Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg
Tempelhofer Damm 165
12099 Berlin
Deutschland

Telefon: 030 577 128 78
sv-ts@gmx.de
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