Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.

Newsletter der Senior:innenvertretung
Tempelhof-Schöneberg 06/2026
 
Null Euro Wertschätzung

Weltaltentag - Ja zum Alter / Wahlvorschläge - letzte Möglichkeit / Wohnen im Alter / Pkw-Dichte im Bezirk / Null Euro Wertschätzung für die SV / Zum Abschluss

28. September 2026
Weltaltentag - Ja zum Alter
 
Senior:innengesundheitstag im Rathaus Tempelhof • 2. Oktober
 

Im letzten Jahr begann zum Weltaltentag die →Hashtagaktion Ja zum Alter der BAGSO. Die SV beteiligte sich unter anderem mit Schriftzügen aus Sprühschablonen • SV Tempelhof-Schöneberg

Im Bezirk wird der Weltaltentag seit einigen Jahren mit dem Senior:innengesundheitstag verbunden. Der von der UN ausgerufene Weltaltentag wird eigentlich am ersten Tag des Monats begangen. Die Zusammenlegung an einem Freitag führt in diesem Jahr dazu, dass der Tag am 2. Oktober im Rathaus Tempelhof ausgerichtet wird. Auf dem Programm stehen einige Vorträge und Veranstaltungen, die sich speziell dem Thema Demenz und Demenzprävention widmen. 
Auf dem Programm stehen etwa
  • Demenzprävention oder gut mit Demenz leben
  • Mit Gesundheitssport fit im Alter Bedeutung von Bewegung für demenzielle Erkrankungen
  • Barrierefreier Alternativ-Verkehr - neues Angebot des VBB
  • Taiji-Qigong - die 18 Figuren der Harmonie
  • Afrikanische Tanzgymnastik

Neben dem Programm gibt es jede Menge Informationstische, an denen Anbieter und des Bezirks Einrichtungen ihre Leistungen vorstellen und über ihre Themen beraten.

 
 
Der Senior:innengesundheitstag des Bezirks findet im zeitlichen Zusammenhang mit dem Weltaltentag statt • Programm →pdf-Download
 
So wird ein Impfpass-Check, eine Blutzuckermessung, ein Sehtest und ein Hörtest angeboten. Auch die Senior:innenvertretung ist mit einem Informationsstand vertreten und kann angesprochen werden, wenn ein besonderes Anliegen vorliegt. 
Das Programm des Senior:innengesundheitstag mit den Uhrzeiten der Veranstaltungen und Angaben zu den Informationstischen stehen zum Download bereit →pdf-Download

Wahlvorschläge - letzte Möglichkeit
 
Für die Wahl zur Seniorenvertretung können bis zum 2. Oktober Vorschläge eingereicht werden
 

 

Die Wahlen finden im März 2027 statt. Kandidat:innen müssen jetzt vorgeschlagen werden • SV Tempelhof-Schöneberg

Der Aufruf zur Wahl der Seniorenvertretung 2027 wurde zum 31. August im Bezirk veröffentlicht. Ab dem 4. September läuft die vierwöchige Frist, innerhalb derer Kandidat:innen vorgeschlagen werden können. Die Frist läuft am 2. Oktober ab. Bis dahin müssen die Vorschläge das Bezirksamt erreicht haben. Näheres ist dem Aufruf zu entnehmen (→zum Aufruf).
Korrektur: Das passive und aktive Wahlalter wird durch den 60. Geburtstag bestimmt. In unserem Newsletter 05/26 haben wir versehentlich ein falsches Datum genannt. Wer am 12. März 1967 oder früher geboren wurde, darf wählen und gewählt werden. Wir haben fälschlich den 13. März genannt.
 
 
Wohnen im Alter
 
Senior:innen leben häufig auf mehr Wohnraum als Jüngere
 

In den alten Westbezirken in Berlin leben Senior:innen in größeren Wohnungen als in den Ostbezirken • Quelle: rbb beruhend auf Zensus 2022, Statistisches Bundesamt • Grafik: SV Tempelhof-Schöneberg 

Nachdem die Kinder ausgezogen sind, haben ältere Menschen im Durchschnitt deutlich mehr Quadratmeter zur Verfügung als jüngere Menschen. Vor allem im Westteil Berlins sind die Unterschiede größer. In Tempelhof-Schöneberg beträgt die Differenz fast 20 qm.
Viele der älteren Menschen würden ihren Wohnraum auch gern verkleinern, doch das gibt der Wohnungsmarkt in der Regel nicht her. Wer eine Bestandmiete hat, kann die Neuvermietungspreise nicht stemmen. Die Regulierung des Wohnungsmarktes ist eine Voraussetzung, damit der Artikel 28 der Berliner Verfassung nicht nur Anspruch bleibt, sondern gelebte Verfassungswirklichkeit wird: "Jeder Mensch hat das Recht auf angemessenen Wohnraum."

 

Pkw-Dichte im Bezirk
 
Große Unterschiede zwischen Innenstadtbereichen und äußeren Siedlungsgebieten
 

Daten zu (privaten) PKW in Tempelhof-Schöneberg • Bezirksamt und SV-Tempelhof-Schöneberg

Tempelhof-Schöneberg wies zum Stichtag 31.12.2025 einen Motorisierungsgrad von 284,4 PKW je 1.000 Einwohner:innen auf. Der Motorisierungsgrad liegt damit etwas höher als in ganz Berlin (274,6 PKW je 1.000 Einwohner:innen). Wie in Berlin insgesamt ist der Motorisierungsgrad im Bezirk seit einigen Jahren rückläufig, d.h. pro tausend Einwohner:innen gibt es immer weniger PKW. Und das obwohl Berlin im bundesweiten Vergleich an sich schon wenig PKW hat.
Im Bezirk gibt es deutliche Unterschiede zwischen den innenstädtischen Bereichen und den äußeren Lagen des Bezirks. Diese Unterschiede bestimmen auch die Unterschiede bei den Interessenlagen in der Verkehrspolitik. Die einen wünschen sich die Entlastung vom rollenden und "ruhenden" Verkehr, während die anderen sich Parkraum für ihr Gefährt wünschen, wenn sie es benutzen. Der Interessenausgleich ist in diesem Fall konfliktbelastet.
Für die Stadtgesellschaft ist es wichtig, sich dieser Unterschiede bewusst zu sein, damit sie nicht unnötig zur Spaltung zwischen den Menschen führen.
→Pressemitteilung Nr. 392 vom 14.09.2026 - Erneut sinkender Motorisierungsgrad im Bezirk



Null Euro Wertschätzung für die SV
 
Wer in der SV arbeiten will, muss Geld mitbringen

Seniorenvertretung Tempelhof Schöneberg #BöllerCiao Mythen und Fakten
Das Plenum der Senior:innenvertretung berät Geschehens und bereitet die Aktivitäten des nächsten Monats vor • SV Tempelhof-Schöneberg 

Bei der Novellierung des Berliner Seniorenmitwirkungsgesetzes hat die letzte Koalition aus CDU und SPD gegen die Forderungen von Landesseniorenbeirat und Landesseniorenvertretung darauf verzichtet, die Arbeit der Mitglieder der SVen berlineinheitlich mit einer Aufwandsentschädigung zu würdigen. Stattdessen wurden die SVen auf die Bezirke verwiesen.
In Tempelhof-Schöneberg gehen die Mitglieder der SV leer aus und müssen für ihre persönlichen Ausgaben in die eigene Tasche greifen.
Im Bezirk Tempelhof-Schöneberg sind die Mitglieder der Senior:innenvertretung ausschließlich ehrenamtlich tätig. Sie erhalten weder eine pauschale Aufwandsentschädigung noch irgendwelche Formen von Sitzungsgeldern. Sofern ihnen ein Kostenaufwand entsteht, sind sie gehalten, auch kleine Beträge, wie etwa Fahrtkosten, Porto und Druckerpatronen und ähnliches umständlich nachzuweisen, um die Kosten erstattet zu bekommen.
Die Nutzung von privater elektronischer Ausstattung und Handynutzung wird als selbstverständlich vorausgesetzt. Das gilt ebenso für den außerhäuslichen Mehraufwand für Getränke und Essen, der durch Sitzungen, Veranstaltungen und andere Termine entsteht. Für ihr bürgerschaftliches Engagement müssen die Mitglieder der Senior:innenvertretung faktisch Geld mitbringen. Um das zu ändern, hat die SV im Juli einen →Antrag an die BVV formuliert, mit dem geprüft werden sollte wie den Mitgliedern der SV eine Aufwandspauschale zugestanden werden kann.

 

Nach einem Antrag der Senior:innenvertretung auf eine Aufwandsentschädigung stellt die Senatsverwaltung fest, dass die Vertreter:innen leer ausgehen • →MZK-pdf

Auf Grundlage dieses BVV-Antrags hat das Bezirksamt bei der zuständigen Senatsverwaltung SenASGIVA nachgefragt, wie sie verfahren soll. Der zuständige Staatssekretär Bozkurt hat geantwortet und dabei in zwei Kernsätzen festgehalten, dass den SV-Mitgliedern keine Aufwandsentschädigung zu gewähren ist und das die bisherige Finanzierungsgrundlage der SV in Form einer Zuwendung nicht mit der Landeshaushaltsordnung zu vereinbaren ist:
"Dies schließt auch eine Förderung der bezirklichen Seniorenvertretungen durch die Gewährung von Zuwendungen nach § 44 LHO aus, da die bezirklichen Seniorenvertretungen mangels eigener Rechtspersönlichkeit nicht zuwendungsfähig sind."
"Vor diesem Hintergrund besteht angesichts des oben genannten und seit 2006 unveränderten Charakters der bezirklichen Seniorenvertretungen nach geltendem Recht kein Anspruch auf die Gewährung einer pauschalen Aufwandsentschädigung für deren Mitglieder."
Hervorhebungen durch die SV. Die vollständige "Mitteilung zur Kenntnisnahme" als →pdf
Obwohl die Rechtsauslegung des Staatsekretär in vielerlei Hinsicht fragwürdig ist, hat sich das Bezirksamt die Meinung des Senats zu eigen gemacht und nicht signalisiert wie hier Abhilfe geschaffen werden kann. 
Vor den Wahlen zu den Seniorenvertretungen im März 2027 und während der Suche nach Kandidat:innen ist der Vorgang schon ein bemerkenswertes Zeichen der Nichtwertschätzung der Arbeit von Menschen, die einen wichtigen im Berliner Seniorenmitwirkungsgesetz festgelegten Auftrag erfüllen!

Sitzungen der Senior:innenvertretung
In der Regel treffen wir uns am 4. Donnerstag eines jeden Monats. Die Plenarsitzungen der Seniorenvertretung sind öffentlich, wo und unter welchen Bedingungen, entscheidet sich kurzfristig. Näheres kann per E-Mail erfragt werden.

E-Mail
sv-ts@seniorenvertretung-tempelhof-schoeneberg.de

Newsletter der Senior:innenvertretung Tempelhof-Schöneberg
→ Newsletter bestellen
→ Frühere Newsletter


ausgewählte Veranstaltungshinweise

2. Oktober 2026, Freitag, Weltaltentag und Seniorinnengesundheitstag, 10 - 14 Uhr, Rathaus Tempelhof

2. Oktober 2026, Freitag, letzter Abgabetag von Berufungsvorschlägen zur Seniorenvertretungswahl (Posteingang)

----------------

 
Zum Abschluss:

Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg Tempelhofer Damm

Die Kette. Schöneberger Gesichter und Geschichten • Antonio © John Kolya Reichart


Auf dem Foto ist Antonio abgelichtet. Er führt einen kleinen Schusterladen in der Hauptstraße. Antonio ist vom Fotografen John Kolya Reichart als erstes Glied einer Reihe von 40 Schöneberger Menschen fotografiert worden. Unter dem Namen "Die Kette. Gesichter - Geschichten - Schöneberg" ist die Porträtreihe im Museum Schöneberg in der Hauptstraße zu besichtigen. 
"Die Kette" versammelt spannende Menschen, die einen Teil ihrer Geschichte im Interview preisgeben und dann jeweils eine weitere Person vorschlagen. 
Von jeder Person gibt es Porträtfoto und eins, das sie an ihnen wichtigen Plätzen zeigt.
Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der für sich genommen schon wunderbar ist. Weil Porträtfotos und Intervietexte mit den Hinweisen auf das nächste Glied der Kette verschlungen verteilt sind, kommt man aus dem Blättern gar nicht heraus. Ein Buch, das man gerne zerfleddert!
"Die Kette" ist bis zum 31. Januar zu sehen. Das Museum Schöneberg ist von Samstag bis Donnerstag von 14–18 Uhr geöffnet und am Freitag von 9–14 Uhr.
Den Katalog kann man im Übrigen auch in der Theodor-Heuss-Bibliothek ausleihen.

 

----------------

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

 

Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg
Tempelhofer Damm 165
12099 Berlin
Deutschland

sv-ts@gmx.de
www.seniorenvertretung-tempelhof-schoeneberg.de